Di Santo: „Ich will Werder nicht verlassen“

Der fokussierte Teamspieler

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Franco Di Santo

Bremen - Das kleine rote Rinnsal über seinem linken Knöchel hatte Franco Di Santo noch gar nicht bemerkt. „Oh, das kommt vom Training, ist aber normal“, winkte der Werder-Stürmer unmittelbar nach der Vormittags-Einheit ab. Di Santo denkt an Wichtigeres – nämlich an „das Team, und ich bin nur ein Teil davon.“

Da juckte ihn gestern dieses bisschen Blut aus seiner Schürfwunde ebensowenig wie die Nicht-Nominierung für Argentiniens Länderspiel gegen Deutschland am 3. September in Düsseldorf. „Es kommen dieselben Spieler mit, die bei der Weltmeisterschaft waren“, erzählte der 25-Jährige von den Plänen des neuen Nationaltrainers Gerardo Martino für die Neuauflage des WM-Finales. Dabei wäre er selbst ebenfalls fast in Brasilien dabei gewesen, hatte es in den vorläufigen Kader geschafft – und verschwand erst mit Bekanntgabe des endgültigen Aufgebots von der Liste.

Egal. Umso mehr kann sich der Angreifer nun auf Werder konzentrieren – „und für dieses Team versuche ich, alles zu geben. Wie meine Kollegen auch.“

Das hört sich nicht nach einem an, der kurz vor Ende der Transferperiode gedanklich schon woanders ist – obwohl auch Di Santo (Vertrag bis 2016) zu den möglichen Verkaufskandidaten zählt, die Werder noch Geld bringen könnten (wir berichteten). „Aber bisher hat noch niemand mit mir über irgendeinen Transfer gesprochen. Und ich bin auch nicht hier, um den Club schon wieder zu verlassen“, stellt der Mann klar, der Werder mit seinem Tor zum 2:2 bei Hertha am Samstag einen Punkt gerettet hat: „Ich will hier bleiben!“

Selbst auf die Gefahr hin, dass der Verein doch noch eine Verstärkung für die Offensive an Land zieht. Bedarf sieht Di Santo da zwar nicht, „denn jeder unserer Stürmer ist gut und hat Qualität. Sollte aber noch jemand kommen, der das sehr gut macht, ist er bei uns willkommen.“ Diesem Konkurrenzkampf würde sich Di Santo stellen – selbst wenn dann mal wieder Blut fließt.

ck

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