Di Santo: Entscheidung erst im Sommer

Vor Saisonende passiert gar nichts

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F. Di Santo

Bremen - Die Badelatschen an den Füßen geben den Blick frei auf zwei ziemlich lädierte Zehennägel. Die „großen Onkel“ links und rechts sehen bei Franco Di Santo aus wie mit dem Hammer bearbeitet. Tiefblau sind sie und machen irgendwie nicht den Eindruck, als ob sie schmerzfrei in Fußballschuhe passen. „Es tut auch weh“, sagt der Argentinier. Doch seinen Einsatz morgen gegen den 1. FC Köln werden Kleinigkeiten wie diese nicht verhindern. „Di Santo kann spielen und wird spielen“, bestätigt Werder-Trainer Viktor Skripnik. Und der Torjäger (zwölf Saisontore) ist nach abgesessener Gelb-Sperre „glücklich, wieder dabei zu sein“.

Beim 0:4 gegen Bayern München hatte er gefehlt, nun soll Di Santo wieder für Bremer Glücksgefühle sorgen. Wie zuletzt in Freiburg, als er mit einem „Tor fast aus dem Nichts“ (Skripnik) den 1:0-Siegtreffer erzielt hatte. Wiederholung in Köln ausdrücklich erwünscht. Denn Di Santo will mit Werder Richtung Europa League marschieren: „Wir haben Blut geleckt, gucken nach oben.“

Ob der Einzug ins internationale Geschäft Einfluss hätte auf seine Entscheidung in Sachen vorzeitige Vertragsverlängerung, lässt Di Santo – aktuell bis 2016 an Werder gebunden – offen. Überhaupt lässt er alles offen, was mit seiner Zukunft zu tun hat. „Ich will mich im Moment nicht damit beschäftigen, ob ich in Bremen bleibe oder nicht. Wenn die Saison vorbei ist, werde ich mir Gedanken machen“, behauptet der 25-Jährige.

Bis dahin bleibt alles bei seinem Berater. Er steht in Kontakt mit Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin, Di Santo selbst hält sich angeblich völlig raus. Begründung: „Ich habe in der Vergangenheit gelernt, dass ich die Konzentration verliere, wenn ich mich mit Dingen beschäftige, die für mich noch nicht so wichtig sind“, erklärt er und verspricht: „Nach Saisonschluss werde ich zügig eine Entscheidung treffen.“

csa/mr

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