Linksverteidiger zu Verhandlungen in Bremen

Santiago Garcia: Komplizierter Fall

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Der Mann, der Werders Probleme auf der linken Abwehrseite lösen soll: Santiago Garcia.

Bremen - Es ist kein unkomplizierter Gast, den sich Thomas Eichin da eingeladen hat. Der Sportchef von Werder Bremen hat Santiago Garcia zu Vertragsverhandlungen nach Bremen geholt.

Doch eine Verpflichtung des 25 Jahre alten argentinischen Linksverteidigers von US Palermo könnte kompliziert werden. Denn die aktuelle Vertragslage des Bremer Wunschkandidaten ist verworren. Seinen Vertrag bei US Palermo hat er nach dem Abstieg aus der italienischen Serie A gekündigt – ob er deshalb ablösefrei ist oder nicht, muss von der Fifa geklärt werden. Der Fall liegt beim Weltverband, Eichin erhofft sich eine Entscheidung noch bis Montag, dem Ende der Transferperiode. Dann kann Werder zuschlagen.

Allerdings gibt es zusätzliche Probleme. Nummer eins: „Wir sind nicht allein. Es sind auch noch andere Clubs interessiert“, so Eichin. Nummer zwei: Ein chilenischer Club namens Social de Deportes Rangers hält offenbar Transferrechte an Santiago Garcia, müsste also zu Verhandlungen mit an den Tisch geholt werden

Wie gesagt: Es ist kein unkomplizierter Gast. Und das auch auf der persönlichen Ebene. Garcia, so heißt es, soll sich mit den Palermo-Fans überworfen haben. Deshalb die Kündigung des eigentlich bis 2015 laufenden Vertrages. Für die in rosa Trikots spielenden Sizilianer hat der aus Rosario in Argentinien stammende Profi in der vergangenen Saison 32 Partien absolviert. Dabei gelang ihm ein Tor für das Team von Trainer Gennaro Gattuso.

Am Dienstagnachmittag kam Garcia am Bremer Flughafen an. Aufgespürt von aufmerksamen Fans, aber noch als Anonymus, von dem nur bekannt war, dass er über einen begabten linken Fuß verfügt. Gestern wurde auch der Rest „enttarnt“. Eichin sagt über den 1,91 Meter großen und 89 Kilo schweren Verteidiger, dass er „großes Potenzial“ besitze. Besonders seine kraftvollen Offensivvorstöße und eine gewisse Rustikalität in der Abwehrarbeit zeichnen ihn aus. Auf „transfermarkt.de“ wird Garcias Marktwert auf eine Million Euro taxiert.

Bei Werder wäre er der zweite Argentinier nach dem ebenfalls erst vor kurzem verpflichteten Franco Di Santo und der zweite Neuzugang aus Italien nach Luca Caldirola. · csa

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