Werders Argentinier „total bereit“ für die Startelf:

„Santi“ Garcia drängt in die Vier-Länder-Viererkette

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Beim peinlichen 1:4 im Testspiel gegen St. Pauli trug Santiago Garcia erstmals das Werder-Trikot – heute steht der Argentinier vor seiner Pflichtspiel-Premiere. ·

Bremen - Die Stimmung im Weserstadion hat Santiago Garcia schon am vergangenen Wochenende aufgesogen. Gemeinsam mit Landsmann Franco Di Santo saß der Argentinier beim Abschiedsspiel von Torsten Frings auf der Tribüne. Heute Nachmittag ist er aber nicht mehr nur als Zuschauer dabei, sondern mittendrin. Dem 25-jährigen Neu-Bremer, erstmals bei einem Pflichtspiel im Werder-Kader, winkt gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) gleich die Startelf-Premiere als Linksverteidiger.

„Momentan haben wir sechs Spieler, die sich um die Plätze in der Viererkette streiten“, sagt Trainer Robin Dutt. Kapitän Clemens Fritz (rechts) sowie die Innenverteidiger Sebastian Prödl und Luca Caldirola waren zuletzt gesetzt und dürften es auch heute sein. Auf der linken Seite half Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie aus. Der Tscheche war bemüht, aber nicht überzeugend. Sehr gut möglich deshalb, dass Dutt seine Vier-Länder-Viererkette auf einer Position ändert und neben Fritz (Deutschland), Prödl (Österreich) und Caldirola (Italien) den Argentinier Garcia aufbietet.

Dieser ist „total bereit. Ich freue mich schon sehr auf die Partie“, sagt Garcia, den Werder kurz vor Schließung des Transferfensters verpflichtet hat. Seit knapp zwei Wochen lebt und trainiert der für ein Jahr ausgeliehene Südamerikaner nun in Bremen – und fühlt sich schon bestens integriert: „Die Mannschaft und der Trainer helfen mir sehr.“ Besonders gut ist das Verhältnis – wen wundert’s? – zu Di Santo, mit dem er abseits des Trainingsgeländes fast jede freie Minute verbringt und der heute wohl ebenfalls sein Debüt in der Anfangsformation geben wird. Aber auch mit Caldirola versteht sich „Santi“ bestens. „Wir waren ein paar Mal zusammen essen und haben uns natürlich über Werder unterhalten“, sagt Garcia. Und zwar auf Italienisch. Caldirolas Muttersprache beherrscht der Argentinier – er besitzt auch die italienische Staatsbürgerschaft und hat drei Jahre lang in Italien gespielt (zuletzt bei Erstliga-Absteiger US Palermo).

Das Abschlusstraining am Freitag

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„Luca ist eine große Unterstützung für mich“, betont Garcia, „es ist schon ein Vorteil, wenn man sich gleich gut verständigen kann.“ Die Kommunikation dieses Duos ist besonders wichtig. Als linker Innenverteidiger spielt Caldirola direkt neben Garcia, wenn der denn spielt. Die Beiden müssen harmonieren, sich oft absprechen.

Von Garcia werden die Fans künftig viele knackige Zweikämpfe und Tacklings sehen, an seiner sehr robusten Spielweise will der Argentinier nichts ändern: „Das ist meine Art, seit ich klein bin. Und das ist die Art, mit der ich der Mannschaft helfen will. Vielleicht kann ich sie damit ein bisschen anstecken.“ · mr

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