Keine Nummer mehr für Wagner

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Im letzten Jahr noch bei der Mannschaftsvorstellung dabei: Sandro Wagner

BREMEN. Werder hat Ernst gemacht: Sandro Wagner gehört nicht mehr zum Kader. Der Stürmer fehlt in der entsprechenden Liste auf der Vereinsseite im Internet.

Dabei wird dort die beachtliche Zahl von 31 Spielern aufgeführt – mit den neuen Rückennummern. So erfährt der Besucher, dass Mehmet Ekici künftig nicht mehr die „20“, sondern die „10“ von Marko Marin (jetzt FC Chelsea) trägt.

Wagners „19“ gibt es nicht mehr. „Wir planen nicht mehr mit ihm für die neue Saison“, stellt Clubchef Klaus Allofs klar: „Wir glauben nicht, dass er eine große Chance hat, bei uns zu spielen.“ Dem 24-Jährigen, der noch zwei Jahre bei Werder unter Vertrag steht, sei mitgeteilt worden, dass er sich einen neuen Verein suchen soll. Bereits im Winter hatten die Bremer den Angreifer an den 1. FC Kaiserslautern abgegeben – auf Leihbasis für anderthalb Jahre. Doch durch den Abstieg der Pfälzer wurde das Geschäft hinfällig, die Lauterer wollten Wagner nicht mit in die Zweite Liga nehmen.

Wie es mit dem Angreifer weitergeht, ist offen. Konkrete Anfragen liegen noch nicht vor. „Aber das kann sich schnell ändern“, sagt Allofs. Und sollte ein Club ernsthaftes Interesse haben, „dann macht es keinen Sinn, dass Sandro noch bei uns trainiert“, so Allofs. Deshalb könne er noch nicht sagen, ob Wagner morgen beim Trainingsauftakt oder ab Samstag beim Konditionsbolzen auf Norderney dabei ist – auch ohne Rückennummer.

Francois Affolter wird vor Ort sein. Aber wahrscheinlich nicht lange. Der Schweizer wurde für Olympia nominiert. Die Vorbereitung darauf beginnt bereits am 12. Juli, das Endspiel findet am 11. August statt. Affolter würde Werder lange fehlen. Der Club muss ihn ziehen lassen, nur der Spieler kann absagen. Ein Gespräch mit Trainer Thomas Schaaf soll für Klarheit sorgen. Eine schwierige Situation für Affolter, der nur bis Jahresende von Young Boys Bern ausgeliehen ist. Mit Naldo, Sokratis, Sebastian Prödl und Assani Lukimya ist die Konkurrenz in der Innenverteidigung riesig – und Allofs will kein klares Bekenntnis zu Affolter abgeben: „Wir haben für diese Position fünf Spieler. Wir müssen sehen, was passiert.“ Gut möglich, dass Affolter noch in diesem Sommer gehen muss. n kni

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