Werders Neuer gestern vorgestellt / Allofs: „Investition auch in die Zukunft“ / „Schnell eingewöhnen“

Samuel – nicht der Retter in der Not

Gruppenbild mit Trikot: Werder-Trainer Thomas Schaaf (v.l.), Neuzugang Samuel und Sportdirektor Klaus Allofs.

Werder-Bremen (flü) · Samuel Firmino de Jesus – ein klangvoller Name. „Meine Mutter ist sehr religiös, und daher hat sie für mich zwei Namen aus der Bibel ausgesucht“, sagte der Neuzugang von Werder Bremen. Dennoch warnt Klaus Allofs davor, im Abstiegskampf von dem Abwehrspieler gleich Wunder zu erwarten. „Man darf jetzt nicht die hohe Erwartung haben, dass er uns sofort helfen kann. Er ist auch eine Investition in die Zukunft.“

Der 24-Jährige hatte seinen Vertrag beim brasilianischen Erstligisten FC Sao Paulo nicht verlängert. „Darüber sind wir sehr froh“, sagte Allofs gestern bei der offiziellen Präsentation seines neuen Spielers, „denn damit ist Samuel ablösefrei“. Bis zum Ende der Saison wird nun geprüft, ob der Linksfuß, der sowohl im Abwehrzentrum als auch auf der linken Seite spielen kann, eine Verstärkung für die Bremer ist. Wenn ja, „haben wir die Option, ihn länger zu verpflichten“, sagte Allofs. Im Gespräch ist dann ein Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2014.

Neuvorstellung Samuel

Neuvorstellung Samuel und Training der Profis

Doch so weit ist es längst noch nicht. „Ich bin froh, jetzt erstmal hier zu sein. Ich möchte mich so schnell wie möglich eingewöhnen, um der Mannschaft helfen zu können“, erklärte der Brasilianer. Unterstützen sollen ihn dabei seine beiden Landsleute Naldo und Wesley. Naldo kommt nächste Woche nach Bremen zurück. „Ich freue mich auf ihn. Er kann mir wertvolle Tipps geben und mir bei der Abstimmung in der Abwehrarbeit helfen“, meinte Samuel. Den Kollegen Wesley hat er bereits kennengelernt. Sein Eindruck: „Wir verstehen uns sehr gut und haben in Brasilien schon gegeneinander gespielt. Auch er kann mir helfen.“

So weit, so gut. Nur hat Samuel auch wirklich das Potenzial, eine echte Verstärkung für Werder zu werden? Zweifel sind erlaubt, was Thomas Schaaf freilich ganz anders sieht. „Ich wüsste nicht, warum es risikoreich sein soll, dass wir ihn geholt haben. Er zeigt schon jetzt in seiner Arbeit, dass er sich möglichst schnell einbringen will, die Dinge hier annimmt, sein Potenzial ausschöpfen will. Er identifiziert sich mit dem Club und unserer Arbeit, er will nach vorne kommen.“

Damit das möglichst schnell klappt, „will ich ganz schnell Deutsch lernen“, kündigte Samuel an und entschuldigte sich schon einmal im Voraus dafür, „dass es noch ein bisschen dauern wird, bis ich es flüssig spreche“.

Der 1,90 m große Abwehrhüne bekommt in Bremen die „25“. Eine Rückennummer, die verpflichtet. Als letzter Abwehrspieler bei Werder trug sie Valerian Ismael. Und der lernte nicht nur im Eiltempo Deutsch, sondern holte mit Werder 2004 das Double. Davon kann Samuel natürlich nur träumen. Zumindest will er der „25“ alle Ehre machen: „Ich möchte mit dieser Nummer erfolgreich spielen und den Fans Freude bereiten.“

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