Gestörte Kommunikation zwischen Bayern-Chef und Werder-Boss / „Borowski gibt es nicht kostenlos“

Rummenigge bremst Allofs aus

Hat er sich am Telefon verhört? Klaus Allofs musste gestern einen Rüffel von Karl-Heinz Rummenigge hinnehmen.

Werder-Bremen - BAD WALTERSDORF n Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge ist irritiert – und zwar über Werder-Boss Klaus Allofs. Es geht um das Interesse der Bremer an Münchens Tim Borowski. „Er soll nicht behaupten, ich hätte zu ihm gesagt, dass Tim bei uns keine Rolle spielt. Ich habe ihm lediglich gesagt, dass wir gesprächsbereit sind, den Spieler abzugeben“, erklärte Rummenigge in der „tz“.

Ein Missverständnis oder steckt doch mehr dahinter? Im Trainingslager in Bad Waltersdorf hatte Allofs von einem Telefonat mit Rummenigge berichtet. „Ich habe von ihm gehört, dass Tim Borowski in den Planungen der Bayern keine Rolle mehr spielt“, lautete eine von Allofs‘ Aussagen (wir berichteten). Das rief nun Rummenigge auf den Plan, der deutliche Worte an seinen Bremer Kollegen richtete. „Wenn Klaus Allofs glaubt, dass er Borowski kostenlos bekommt, muss ich ihn sehr enttäuschen“, zischte der Vorstandsvorsitzende und fügte noch eine Warnung an: „Die Leute meinen, dass sie uns unter Druck setzen können – aber da täuschen sie sich. Wir sind nicht verpflichtet, Spieler abzugeben.“

Ganz klar: Die Bayern wollen für Borowski kassieren. Dabei ist der 29-Jährige vor einem Jahr ablösefrei von Werder zu Bayern gewechselt. Deshalb wollen die Bremer für den Rückkehrer auch nichts berappen. „Aber wir haben ein Jahr lang in den Spieler investiert! Das muss kompensiert werden“, meinte Rummenigge. Will heißen: Bayern hat Borowski mit Gehalt und Handgeld fürstlich entlohnt und möchte sich nun durch eine Ablösesumme einen Teil dieser Kosten zurückholen. Allerdings: Der Mittelfeldspieler besitzt noch einen Zweijahresvertrag. Bayern würde bei einer Auflösung des Kontraktes eine Menge Geld sparen. Vorausgesetzt Borowski würde auf eine Entschädigung verzichten, weil er in Bremen weniger verdient.

Ein wahrlich komplizierter Fall. Für den ein anderer Münchner Offizieller gestern eine einfache Lösung parat hatte. „Wenn Werder Bremen an Tim Borowski Interesse hat, sage ich zu Herrn Allofs, er soll sich ins Flugzeug setzen und zu uns kommen. Dann setzen wir uns zusammen“, erklärte Manager Uli Hoeneß. Ob Allofs die Einladung annimmt? Gestern Abend wollte er sich dazu jedenfalls nicht äußern. Die „Boro“-Rückkehr bleibt also weiter ungewiss.

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