Schalke und BVB dennoch an Pizarro dran?

Im Ruhrpott ein Bankdrücker

Pizarro

Bremen - Der Geduldsfaden bei Klaus Allofs wird immer dünner – und kann irgendwann reißen. Bislang habe Werders Sportchef „gar nicht“ daran gedacht, das Angebot über einen neuen Zweijahresvertrag an den zögernden Claudio Pizarro zurückzuziehen und ohne den 33-jährigen Peruaner zu planen.

„So weit ist es noch nicht“, sagte Allofs gestern Abend, fügte allerdings an: „Das kann sich natürlich ändern.“

Der 55-Jährige will eine klare Aussage vom auch gestern wortkargen Pizarro („Ich habe mich noch nicht entschieden und spreche nicht mehr über meine Zukunft“) – und deshalb in den nächsten Tagen erneut mit dem Torjäger sprechen. „Ich hoffe, dass es dann in Richtung einer Entscheidung geht“, sagte Allofs. Weil Pizarro abwartet, stocken Werders Personalplanungen im Angriff. „Wir können einem potenziellen Ersatzmann doch nicht sagen: ,Wir legen dich erst mal auf Eis, bis Pizarro sich endgültig geäußert hat‘“, betonte Allofs.

In der lange kalten Gerüchteküche fing es derweil gestern wieder an zu brodeln. Laut „kicker“ sind Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 an Pizarro interessiert. Dass dessen Zukunft im Ruhrpott liegt, ist aber schwer vorstellbar. Dann müsste er sich – genau wie es bei einer Rückkehr zum FC Bayern wäre, wo Mario Gomez gesetzt ist – mit einem Platz auf der Bank begnügen. Der BVB und auch der S04 spielen nur mit einem echten Stürmer, der in beiden Clubs ein absoluter „Knipser“ ist: bei Dortmund Robert Lewandowski (23/22 Tore), bei Schalke Torschützenkönig Klaas-Jan Huntelaar (28/29 Treffer), beide noch erfolgreicher und jünger als Pizarro (18 Tore). Und „Piza“ kommt bei Schalke auch als Nachfolger von Raul als zentraler Offensivmann hinter der Spitze nicht infrage. Die „Königsblauen“ wollen den Verlust des spanischen Weltstars mit Bordmitteln kompensieren.

Sollte aber Lewandowski oder Huntelaar gehen, könnte es interessant werden. Das ist Allofs klar: „Wir haben alles getan, um Claudio zu halten und können es nicht mehr groß beeinflussen. Wenn ein Club mit anderen Möglichkeiten kommt, weiß ich nicht, ob es für uns reicht.“ · mr

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