Mehr als 1 000 Polizisten kontrollieren die Fans / Sachschaden am HSV-Bus – Kreuzer: „Das war fast kriminell“

Ruhiger als erwartet

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Stop, hier geht‘s nicht weiter! Jede Menge Polizisten halten jede Menge HSV-Fans davon ab, auf Bremer Anhänger zu treffen. ·

Bremen - Es war eine Situation wie ein Pulverfass. Jederzeit hätte sie explodieren können. Doch als das 100. Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV gelaufen war, stellte die Polizei zufrieden fest: Es war ruhiger als erwartet.

„Wir gehen davon aus, dass das auf unsere Präsenz zurückzuführen ist. Unser Konzept ist aufgegangen“, sagte Sprecherin Kirsten Dambek.

Mehr als 1 000 Kräfte hatte die Polizei am Samstagnachmittag aufgeboten, um die gewaltbereiten Fans aus Bremen und Hamburg auseinanderzuhalten. Teils musste berittene Polizei eingesetzt werden, teils wurden als Drohgebärde Wasserwerfer auf dem Osterdeich in Position gebracht, um die Lage unter Kontrolle zu behalten. Und es klappte. Die befürchteten schweren Ausschreitungen blieben bei dem Hochrisikospiel aus. Die Polizei vermeldete keinen Verletzten in den eigenen Reihen. Lediglich zwei Fans – beide Bremer – landeten nach Polizeiangaben nach einer Schlägerei im Krankenhaus. Insgesamt wurden 17 Fans, die Mehrheit dem Werder-Lager angehörend, in Gewahrsam genommen. Zudem wurden Ermittlungsverfahren in nicht genannter Anzahl wegen Beleidigung, Körperverletzung und Landfriedensbruchs eingeleitet. Letzteres in der Hauptsache, weil Fans nach Spielschluss auf der Sielwallkreuzung ein spontanes Fußballspiel anpfiffen – und die Polizisten attackierten, als diese die Partie schnell wieder „abpfeifen“ wollten.

SVW - HSV: Bremen vor dem 100. Nordderby

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Ansonsten blieb es bei Sachschäden – allerdings war auch der Mannschaftsbus des Hamburger SV betroffen. Eine Seitenscheibe splitterte, als Werder-Rowdys den ungeschützten Bus bei der Anfahrt zum Spiel direkt vor dem Stadion mit Flaschen, Steinen und Feuerzeugen bewarfen. „Das war fast kriminell, was da alles an den Bus geflogen ist“, schimpfte HSV-Manager Oliver Kreuzer: „Das war kein schöner Empfang.“ · csa

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