Borowski gesteht: „Da waren schon einige durchwachsene Spiele dabei“

Die Rückkehr endet auf der Bank

Nach seiner Rückkehr zu Werder machte Tim Borowski nur selten eine glückliche Figur.

Bremen (kni) · Wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht? Werder Bremen spielt im DFB-Pokalhalbfinale – und Tim Borowski sitzt nur auf der Bank. So geschehen am Dienstagabend gegen den FC Augsburg.

Aus dem vermeintlichen Führungsspieler Borowski ist ein Reservist geworden. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Und mehrere Versuche, mit dem Rückkehrer vom FC Bayern München zu sprechen, scheiterten. Der 29-Jährige wollte bislang nicht über seine Situation reden. Nun gab er wenigstens einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt.

„Es ist kein Problem für mich, dass ich gegen Augsburg nicht von Anfang an dabei war. Die Hauptsache ist doch, dass wir im Finale stehen“, behauptet Borowski. Immerhin durfte er gegen Augsburg noch fast eine halbe Stunde lang mitwirken und den 2:0-Sieg direkt auf dem Platz bejubeln. Vielleicht ist er auch deshalb milde gestimmt. Vielleicht wagt er es aber auch einfach nicht, sich öffentlich zu beschweren. Das kommt bekanntlich bei Thomas Schaaf gar nicht gut an. Und seinen Trainer kennt Borowski nur zu gut. Unter ihm wurde er zum Profi. Außerdem war es vor allem Schaaf gewesen, der sich für eine Rückkehr von Borowski stark gemacht hatte. Nach einem enttäuschenden Jahr beim FC Bayern sollte der Mittelfeldspieler in Bremen vor allem seine Erfahrung ausspielen und die jungen Nebenleute führen. Doch Borowski konnte nur selten überzeugen, versteckte sich häufig auf dem Platz.

„Was die Hinrunde betrifft, da waren schon einige durchwachsene Spiele dabei“, gesteht der Ex-Nationalspieler. Er spricht aber auch von unglücklichen Umständen: „Als ich verletzt war, hat sich die Mannschaft gefunden – und es gab ja auch einen Senkrechtstarter wie Philipp Bargfrede.“ Der erst 21-Jährige hat sich einen Stammplatz als Sechser neben Kapitän Torsten Frings erkämpft und Borowski damit verdrängt. Weil im Dreier-Mittelfeld davor Marko Marin, Mesut Özil und Aaron Hunt wirbeln, ist für „Boro“ momentan kein Platz.

„Der Trainer beobachtet die Spiele und die Spieler und muss Entscheidungen treffen. Das akzeptiere ich“, sagt der 29-Jährige. Und seine Erfahrung würde ihm helfen, „mit solchen Situationen anders umzugehen als zum Beispiel ein Profi mit Anfang 20, der sich vielleicht enttäuscht hängen lassen würde“. Das sei für ihn kein Thema. Borowski will kämpfen: „Ich liebe diesen Sport. Und ich will am liebsten immer spielen.“ Morgen gegen Nürnberg dürfte ihm das nur als „Joker“ gelingen.

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