Arnautovic schlägt Gegenspieler – und sieht Gelb / Pleite für Pizarro

Ein Rückfall in die Rüpelzeiten

Marko Arnautovic (links) und der Ukrainer Alexander Kutscher (3. von links) sind die Hauptdarsteller im Rudel.

Bremen - Werder hat Marko Arnautovic eigentlich ganz gut hingekriegt. Zuletzt gab sich der 22-jährige Stürmer lammfromm, produzierte keine Skandale mehr und machte auch einen großen Bogen um die Fettnäpfchen, in die er lange Zeit immer wieder mit voller Wucht getreten war.

Doch kaum ist er weg aus Bremen, gibt’s wieder Wirbel um den Österreicher. Beim Länderspiel am Dienstagabend in der Ukraine (1:2) schlug Arnautovic seinem Gegenspieler Alexander Kutscher bei einem heftigen Handgemenge kurz vor dem Abpfiff ins Gesicht. Der Werder-Profi hatte allerdings Glück, dass der Schiedsrichter die Ohrfeige (81.) offenbar nicht gesehen hatte. Wegen der Rangelei gab’s für beide nur Gelb – und weil Kutscher schon verwarnt war, bekam er Gelb-Rot.

Arnautovic, der zuvor ordentlich gespielt hatte, war Anfang Oktober in Hannover (2:3) wegen Foulspiels mit Rot vom Platz geflogen und hatte danach Besserung gelobt.

Bitter für die Österreicher, bei denen Werder-Verteidiger Sebastian Prödl ebenfalls durchspielte: In der Nachspielzeit kassierten sie in diesem Test noch das entscheidende 1:2.

Wenig Grund zur Freude hatten auch andere Bremer Nationalspieler. Claudio Pizarro verlor mit Peru in Ecuador (0:2) und erlitt damit einen herben Rückschlag in der WM-Qualifikation. Der Bremer Torjäger wurde nach etwa einer Stunde ausgewechselt – immerhin nicht wegen einer Verletzung. Rechtsverteidiger Sokratis kassierte mit Griechenland ein 1:3 im Test gegen Rumänien und spielte die erste Halbzeit.

Über Siege durften sich dagegen Keeper Tim Wiese (beim deutschen 3:0 gegen die Niederlande aber nicht eingesetzt) und Aleksandar Ignjovski (2:0 mit der serbischen U 21 in Nordirland) freuen.

Das Positive: Kein Bremer trug Blessuren davon. Bis auf Pizarro, der heute Abend zurückerwartet wird, sind alle Nationalspieler bereits wieder in Bremen. · mr

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