Kein Ersatz, sondern Verstärkung für Eichin / Aufsichtsratschef Lemke „sehr zufrieden mit unseren Verantwortlichen“

Rouven Schröder – der neue Scouting-Chef?

Rouven Schröder ·
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Bremen - Holt sich Werder Bremen einen Zweitliga-Manager als Nachfolger für Frank Baumann? Rouven Schröder, aktuell Sportlicher Leiter bei Vielleicht-Aufsteiger Greuther Fürth, soll angeblich der neue „Direktor für Profi-Fußball und Scouting“ bei Werder Bremen werden. Das berichtet die „Bild“-Zeitung.

Als Baumann vor etwa sechs Wochen seine Rückzugspläne für 2015 öffentlich machte, war Werder-Sportchef Thomas Eichin schon seit einem halben Jahr eingeweiht. Zeit genug also für den 47-Jährigen, nach einem geeigneten Nachfolger zu suchen. „Der Schuss muss sitzen“, hatte Eichin damals gesagt. Schröder könnte nun der Getroffene sein. Eichin bestätigte den Namen gestern zwar nicht, doch vermutlich nahm er damit nur Rücksicht auf die laufende Relegation der Fürther, die nach dem 0:0 im Hinspiel gegen den Hamburger SV gute Chancen auf den Erstliga-Aufstieg haben. Die Entscheidung fällt am Sonntag.

Die um Rouven Schröder könnte schon gefallen sein. Der 39 Jahre alte Ex-Profi (acht Bundesliga-Einsätze für den VfL Bochum, weitere Stationen MSV Duisburg, VfB Lübeck) soll künftig die Scouting-Abteilung leiten, dazu die U 23 managen und Eichin entlasten. Laut „Bild“ ist Arbeitsbeginn bereits in diesem Sommer und nicht erst 2015. Baumann hatte bereits angekündigt, den Nachfolger einarbeiten zu wollen.

Ein erfolgreicher Zweitliga-Manager, der sich freiwillig zurück in die zweite Reihe begibt, ist nicht gerade die Regel. Spekulationen, dass Schröder möglicherweise sogar als Nachfolger für Eichin gedacht ist, sind fast zwangsläufig. Doch das würde voraussetzen, dass Sportchef Eichins Arbeit beim Aufsichtsrat als unbefriedigend bewertet würde. Aber das Gegenteil ist der Fall, erklärt Aufsichtsratschef Willi Lemke gegenüber dieser Zeitung: „Wir sind mit der Arbeit unserer Hauptverantwortlichen im sportlichen Bereich sehr zufrieden. Insofern beantwortet sich die Frage von selbst.“

Rouven Schröder also als Ergänzung statt als Ersatz. In seiner Vita finden sich ähnliche Jobs wie der, der ihn Bremen erwarten würde. Beim 1. FC Nürnberg arbeitete er als Scout und Videoanalyst, ab 2012 dann als Koordinator der Fürther Lizenzmannschaft. Seit Januar 2013 ist Schröder Sportlicher Leiter der „Kleeblätter“ und kam durch die Ausleihe von Niclas Füllkrug in Kontakt mit Eichin. Eine Motivation, den Weg in den Norden zu suchen, könnte sein, dass Schröders Familie noch in Lübeck wohnt, weit weg von Fürth. Selbst äußerte er sich nicht zu dem Werder-Gerücht. „Wir haben jetzt mit der Relegation ganz andere Dinge im Kopf“, sagte er. Ein Dementi klingt anders. · csa

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