Rouven Schröder bestätigt das Interesse anderer Clubs an dem Torjäger

Das DiSanto-Problem: Er steht auf vielen Zetteln

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Franco Di Santo denkt nur an Werder. Aber viele andere Clubs denken angeblich an Di Santo.

Bremen - Sein Name ist wie gemacht dafür. Drei Silben, am Ende ein „O“ – mit Di Santo lässt sich gesangstechnisch verfahren wie mit Pizarro. Also stimmte der glückliche Chor der Werder-Fans am Samstag nach dem 2:1 in Mainz das erste Mal das eigentlich der Club-Legende Claudio Pizarro gewidmete Lied an. Nicht mehr „Piiizarrooo, oho“, sondern „Diii Santooo, oho“ heißt es nun. Es war, als hätten die Fans den Argentinier nach dessen Tor-Doppelpack liebevoll in die Arme genommen. Und als wollten sie ihn nie wieder loslassen. Doch das könnte schwierig werden.

Für Franco Di Santo, der aktuell mit sechs Liga-Toren an der Spitze der Torjägerliste steht, gibt es offenbar schon einen Kreis an Interessenten. Das ließ Rouven Schröder, Direktor für den Profi-Fußball bei Werder, gestern auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Kellerduell gegen den VfB Stuttgart (morgen, 18.30 Uhr, Weserstadion) durchblicken. Jeder müsse doch nur Sportschau gucken, um Di Santos Klasse zu erkennen, sagte Chefscout Schröder: „Wer ihn nicht auf dem Zettel hat…“ Wahrscheinliche, aber nicht ausgesprochene Satzvervollständigung: …versteht nichts von Fußball.

Schröders Chef Thomas Eichin hatte Di Santo im Sommer 2013 ablösefrei aus England nach Bremen geholt und ihn mit einem Vertrag bis 2016 ausgestattet. Den schnellstmöglich zu verlängern, ist nun das Ziel des Clubs. „Franco ist ein kompletter Spieler. Wir würden sehr gerne mit ihm weiterarbeiten“, erklärte Schröder: „Mit ihm als Lokomotive wollen wir wieder nach oben kommen.“

Doch im aktuellen Abstiegskampf möchte Franco Di Santo nicht über seine Zukunft sprechen. „Es macht keinen Sinn, mich damit jetzt auseinanderzusetzen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Damit das nicht als generelle Ablehnung verstanden wird, schickte der 25-Jährige gestern eine Twitter-Nachricht hinterher. Inhalt: „Aus aktuellem Anlass: Ich fühle mich wohl in Bremen und konzentriere mich nur auf den SV Werder.“ Schön, schön. Macht einen aber nicht wirklich schlauer.

Klar ist: Werder braucht in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit mehr denn je Einnahmen aus Transfergeschäften. Und mit Franco Di Santo kann der Club nur noch im kommenden Sommer richtig Kasse machen – es sei denn, der Südamerikaner verlängert vorzeitig.

Viktor Skripnik ist skeptisch, dass es so kommen wird. „Ich bin fest davon überzeugt, dass ihn viele in der Bundesliga haben wollen. Ich wäre froh, wenn Franco lange bei uns bleiben würde. Aber ich bin da vorsichtig. Südamerikaner wollen immer bei den Top-Clubs spielen“, sagte der neue Cheftrainer des SV Werder.

Rouven Schröder versuchte indes, Stärke zu demonstrieren. Werder habe gute Argumente, weil Werder schließlich der Club sei, in dem sich Franco Di Santo gut aufgehoben fühlen kann: „Hier ist er gesetzt, spielt immer.“ Bei den Großen der Branche sei er dagegen „schnell mal nur die Nummer 15 oder 16 – oder gar nicht im Kader“, meinte Schröder und schloss das DiSanto-Thema mit einer Aussage ab, die wohl für Beruhigung sorgen sollte: „Wir haben alles unter Kontrolle.“

csa

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