„Rosis“ Versprechen: Nach der Krise stärker als vorher

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Meistens auf der Bank: Nur neunmal kam Markus Rosenberg in der laufenden Saison zum Einsatz. Seine Bilanz: Null Tore.

Bremen (csa) · In Bremen sucht er schon gleichermaßen lange wie vergeblich danach – vielleicht findet Markus Rosenberg nun in Cesena seine alte Form wieder.

In der 100 000-Einwohnerstadt im Nordosten Italiens bestreitet der 27-Jährige morgen mit der schwedischen Nationalmannschaft ein Testspiel gegen den aktuellen Weltmeister. Es ist die erste Partie unter Führung des neuen Nationaltrainers Erik Hamren (beerbte nach verpasster WM-Qualifikation Lars Lagerbäck) und für Rosenberg die Chance, sich in der Auswahl seines Landes neu zu positionieren. „Die alten Zeiten sind vorbei, jetzt beginnen die neuen“, sagte der Stürmer von Werder Bremen vor seiner Abreise nach Cesena.

Die „alten“ Zeiten – das waren die Jahre, in denen sich Rosenberg hinter dem nun zurückgetretenen Henrik Larsson und dem pausierenden Superstar Zlatan Ibrahimovic anstellen musste. „Egal, wie viele Tore ich in meinen Clubs geschossen habe; egal, wie gut ich drauf war – gespielt habe ich maximal 20 Minuten“, beschrieb „Rosi“ die Situation. Die fraglos frustrierend war. Sein Pech ist, dass er genau zu dem Zeitpunkt, in dem er Pluspunkte beim neuen Coach sammeln könnte, in einem Leistungsloch steckt, das so tief ist, dass Rosenberg nahe dran ist, in der Versenkung zu verschwinden.

Null Tore in neun Einsätzen – davon nur einer von Beginn an – sind eine für einen Stürmer vernichtend schlechte Zwischenbilanz. Kein Wunder, dass Markus Rosenberg in der Kritik steht – bei den Fans wie auch bei Trainer Thomas Schaaf und Clubchef Klaus Allofs. „Da muss mehr kommen“, forderte Letzterer unlängst. Und Schaaf dokumentierte seine Unzufriedenheit, in dem er Rosenberg einmal aus dem Kader verbannte und einmal bei einer Einwechslung U 23-Stürmer Torsten Oehrl bevorzugte. Der Betroffene hat alle Zeichen registriert, wirkt aber nicht zerknirscht. Rosenberg: „Ich weiß, dass ich mehr kann. Und wenn diese Krise vorbei ist, werde ich stärker sein als vorher.“

Erstmal ist das nur ein Versprechen, leere Worte womöglich. Denn bereits die Vorsaison verlief mit sieben Toren und vier Assists in 29 Bundesliga-Partien bescheiden. Werder kann damit nicht zufrieden sein, Rosenberg ist es freilich auch nicht. Deshalb mag er beim Aufbruch in die neue Zeit im Nationalteam auch gar nicht zu viel über seine Chancen auf einen Stammplatz nachdenken. „Alles beginnt doch in Bremen“, erklärte er: „Nur, wenn ich hier gut spiele und auch Tore mache, werde ich auch in Schweden wahrgenommen.“ Oder andersherum: Stagniert er auf dem aktuellen Niveau, werden die neuen wie die alten Zeiten sein und Nachwuchsstürmer wie Marcus Berg (HSV) und Ola Toivonen (PSV Eindhoven/beide 23) an ihm vorbeiziehen.

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