Gesichts-OP: Der Freiburger aus Staffhorst verpasst das Auswärtsspiel vor der eigenen Haustür

Rosenthal: „Das ist bitter für mich“

Gegen Köln bejubelte Jan Rosenthal (re.) einen Doppelpack – sein „Heimspiel“ gegen Werder verpasst der Neu-Freiburger.

Werder-Bremen - FREIBURG (flü) · Wenn der SC Freiburg heute im Weserstadion Werder Bremen herausfordert, sitzt Jan Rosenthal in seiner badischen Wahlheimat vor dem Fernseher und schaut zu. Eine schwere Gesichtsverletzung, zugezogen am 6.

Oktober im Training, verhindert seinen Einsatz. Natürlich ist der 24-Jährige traurig, schließlich verpasst der aus Staffhorst (Kreis Diepholz) stammende Mittelfeldspieler das Auswärtsspiel vor seiner Haustür: „Ich wäre gern dabei gewesen, weil ich sportlich gerade gut drauf war. Zudem sehe ich meine Familie und Freunde kaum. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, den ein oder anderen mal wiederzutreffen.“

Mit einem Doppelpack hatte „Rosi“ den SC Freiburg am 2. Oktober zum 3:2-Heimsieg über den 1. FC Köln geschossen. Vier Tage später passierte es dann im Training: Rosenthal und Zvonko Pamic schepperten mit den Köpfen zusammen. Rosenthal blieb benommen liegen, blutete. Ein alarmierter Rettungswagen brachte den ehemaligen U 21-Nationalspieler sofort in die Uni-Klinik Freiburg. Diagnose: Jochbogenbruch. Rosenthal wurde operiert, hat das Krankenhaus inzwischen aber wieder verlassen.

„Ich fühle mich noch ein bisschen schlapp von der OP. Das Gesicht ist angeschwollen, und ich hab‘ ein blaues Auge“, berichtet Rosenthal. Immerhin sitzt er bereits wieder auf dem Ergometer, „um den Kreislauf anzukurbeln“.

Metallplatten wurden in seinem Gesicht nicht installiert. „Das ist gut, denn so muss ich nicht noch einmal operiert werden. Auf der anderen Seite ist die Verletzung damit natürlich noch etwas instabil“, erklärt der Mittelfeldmann, der in seiner noch jungen Karriere schon häufig mit großem Verletzungspech zu kämpfen hatte. Rosenthal, der von der Jugend an bei Hannover 96 gespielt hat, dort den Sprung zum Profi schaffte und sich in diesem Jahr entschied, „eine neue Herausforderung zu suchen“, war in den vergangenen beiden Jahren fast mehr im Krankenstand als auf dem Platz. Sechs Muskelfaserrisse, dazu ständige Hüft- und Adduktorenprobleme – immer wieder wurde der hochveranlagte Profi zurückgeworfen.

Doch den jüngsten Trainingsunfall will er „nicht mit den anderen Verletzungen in eine Reihe packen. Ich war lange fit, hatte keine muskulären Probleme mehr. Das war nun ein Unfall Kopf an Kopf. Das kann immer mal passieren. Das hat nichts mit den Faserrissen zu tun. Auch wenn’s natürlich bitter für mich ist“, sagt „Rosi“.

Ab der kommenden Woche will er sein Reha-Programm steigern. „Ich denke, ich kann dann wieder alles machen. Ich muss aber erst noch abwarten, ob die Erschütterungen beim Laufen der Verletzung nichts mehr anhaben und ob ich schon wieder Zweikämpfe riskieren kann“, erklärt Rosenthal. Eine Maske wird er vermutlich nicht tragen: „Der Bruch ist ja mehr an der Seite. Da schützt eine Maske weniger. Außerdem soll sie störend sein und das Sichtfeld einschränken.“

Seinen Wechsel im Sommer von Hannover 96 in den Breisgau hat das Nordlicht „zu keiner Sekunde“ bereut. Im Gegenteil: „Es läuft gut für mich. Ich bin in Freiburg angekommen. Die Mannschaft ist super.“ Sie sei hungrig, habe Charakter und viel Potenzial. Zudem habe sich Trainer Robin Dutt intensiv um ihn bemüht: „Wichtig war mir, dass ich in einem ruhigen Umfeld neu anfangen konnte. Hier habe ich die Rückendeckung, um Fuß zu fassen. Es war der richtige Schritt.“

Möglicherweise hätte er auch in Bremen landen können. „Vor zwei Jahren gab es mal Interesse von Werder“, erinnert sich Rosenthal, „es ist aber nie wirklich konkret geworden.“

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