Doppelpack beim schwachen 2:1 gegen Freiburg / Schaaf probiert Dreiersturm aus

Rosenbergs Eigenwerbung

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Augen zu und durch: Tim Borowski im Luftkampf mit einem Freiburger Spieler.

Villingen · Kaum Chancen, kaum Esprit. Wenn das gestern Abend eine Standortbestimmung war, weiß Werder Bremen spätestens jetzt, dass bis zum Saisonstart in Hoffenheim noch viel zu tun ist. Im Härtetest gegen den Bundesliga-Konkurrenten SC Freiburg zeigten beide Teams im Stadion Friedengrund in Villingen wenig. Nur dank eines Doppelpacks von „Joker“ Markus Rosenberg gewann Werder letztlich mit 2:1 (0:0).

Trainer Thomas Schaaf hatte eine für die Bremer ungewöhnliche 4:3:3-Taktik gewählt. „Man muss eben viele Möglichkeiten haben, variantenreich sein. Und für diese Variante haben wir die Spieler“, erklärte der Coach. Zentral stürmte Claudio Pizarro, auf den Flügeln Hugo Almeida (links) und Marko Arnautovic (rechts). Geballte Offensivpower – aber nur auf dem Papier, weil die Abstimmung noch sichtbar fehlte. Freiburg gab vor 5 000 Zuschauern auch kein Vollgas, die Partie plätscherte bei Nieselregen so vor sich hin. Die erste richtig gute Chance hatte der Ex-Bremer Ivica Banovic. Werder-Keeper Sebastian Mielitz (im komplett mintgrünen Outfit) war bereits ausgespielt, doch der erneut als Kapitän aufgelaufene Clemens Fritz klärte kurz vor der eigenen Torlinie (16.).

Die Bilder vom Spiel

Werder müht sich gegen Freiburg zum 2:1

Das war allerdings auch schon der Höhepunkt in einer lahmen und von viel Vorsicht geprägten ersten Hälfte. Werder hatte zwar drei Möglichkeiten durch Aaron Hunt (4.), Sebastian Prödl (33./beide drüber) und Pizarro (44./vorbei), doch die fielen allesamt in die Kategorie „harmlos“. „In der ersten Halbzeit haben wir nicht so ins Spiel gefunden. Da hätten wir besser agieren müssen“, gestand Schaaf.

In der Pause beendete er für diesen Abend das Experiment Dreiersturm, nahm Pizarro und Almeida runter. Der eingewechselte Markus Rosenberg und Arnautovic bildeten fortan die Doppelspitze. Gefährlicher in einer etwas lebhafteren zweiten Halbzeit war aber erst mal wieder Freiburg. Daniel Caligiuri (65.) schoss die Breisgauer aus 18 Metern in Front. Das Gegentor provozierte Werder: Nur zwei Minuten später glich Rosenberg nach einem Konter über Fritz aus – 1:1 (67.). Kurz vor Schluss war der Schwede erneut zur Stelle, staubte nach einem abgewehrten Schuss von Sandro Wagner zum 2:1 ab (86.). „Man hat gesehen, welche Qualitäten Markus hat“, lobte Schaaf den – fast schon aussortierten – Mann des Abends.

Heute Nachmittag fliegt die Mannschaft zurück nach Bremen. Das Trainingslager in Donaueschingen wurde um einen Tag verkürzt, weil morgen (18.00 Uhr) in Delmenhorst schon das nächste Testspiel gegen den spanischen Erstligisten Racing Santander auf dem Programm steht.

Werder: Mielitz - Fritz, Prödl, Pasanen, Boenisch, Bargfrede, Hunt (68. Kroos), Borowski, Arnautovic (61. Wagner), Pizarro (46. Niemeyer), Almeida (46. Rosenberg).

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