Rosenberg hat wieder den Tor-Rhythmus im Fuß

Tor gegen Bayern, Tor gegen Wolfsburg – die Rolle als Wiederholungstäter gefällt Markus Rosenberg. ·

Bremen - Im kalten deutschen Dezember spürt Markus Rosenberg plötzlich die Wärme Spaniens im Herzen. In der Hafenstadt Santander, im Norden der iberischen Halbinsel gelegen, unterscheidet sich der Winter zwar nicht wirklich von dem in Mitteleuropa, aber für den Schweden schien dort quasi immer die Sonne.

„Weil ich bei Racing Santander immer gespielt habe – auch, wenn mal ’was daneben ging. Das gibt eine große Sicherheit.“ Und die fühlt der nach seinem einjährigen „Spanien-Praktikum“ wieder ins Werder-Trikot geschlüpfte Schwede mittlerweile auch in Bremen – jedenfalls leichte Ansätze davon.

Erstmals seit seiner Rückkehr erzielte Rosenberg in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ein Tor. Das ist deshalb bemerkenswert, da der Stürmer bislang mit großer Verlässlichkeit einem guten Auftritt sofort einen schlechten folgen ließ. Nach dem Tor-Doppelpack am ersten Spieltag gegen Kaiserslautern dauerte es zwei torlose Partien, bis er wieder aus der Startelf flog. Und dem Joker-Tor zum 2:1-Sieg über Hoffenheim schloss sich eine Serie von neun Einsätzen ohne Rosenberg-Jubel an. Nun hat es zweimal in Folge gerappelt – erst gegen den FC Bayern, dann auch gegen den VfL Wolfsburg. Der 29-Jährige als Wiederholungstäter – das war ihm in der Bundesliga zuletzt in seiner Glanzsaison 2007/08 (14 Tore) gelungen. Aktuell habe ihm das Erfolgserlebnis in München den nötigen Schub gegeben, sagt er: „Nach einem Tor gegen Bayern ist vieles einfacher. Das gibt großen Auftrieb.“

Und die Wolfsburger Verweigerungshaltung in Sachen Defensivarbeit tat am Samstag ihr Übriges. Wenngleich Rosenberg lieber von starken Bremern, als von schwachen Wolfsburgern spricht: „Wir haben sie schlecht gespielt, weil wir so gut waren.“ Er war dabei einer der Besten (Kreiszeitungs-Note 1,5), heimste Lob und Ansporn von Trainer Thomas Schaaf ein: „Das war sehr gut. So wollen wir ihn häufiger sehen.“

Zum Beispiel am Samstag auf Schalke – und dann in der Rückrunde als fester Sturmpartner von Claudio Pizarro? „Das liegt an mir selbst“, sagt Rosenberg, der natürlich weiß, dass er aktuell im Zweikampf mit Marko Arnautovic die Nase wieder vorn hat. Jetzt muss er sie auch vorne behalten, um das aufkeimende Santander-Feeling nicht gleich wieder zu verlieren. „In Spanien war es einfach gut, weil ich immer im Rhythmus geblieben bin. Das ist sehr wichtig“, meint der Schwede, der es bei Racing auf neun Tore in 33 Spielen brachte.

Bei Werder steht seine Quote bei fünf Treffern aus 15 Einsätzen – im Schnitt trifft er also sogar häufiger als bei seinem Lernjahr an der Atlantikküste. Dennoch ist die Gefahr, schnell wieder auf der Bank zu landen, stets gegenwärtig. Rosenberg: „Die Konkurrenz ist hier einfach größer.“

Bislang hat der Kampf um die Plätze jedoch weder Rosenberg noch seinen Gegenpart Marko Arnautovic (vier Saisontore) zu Höchstleistungen getrieben. Wie gesagt: bislang. Gegen Wolfsburg beantwortete Arnautovic den Rosenberg-Treffer zum 3:0 mit dem eigenen 4:0 – zündet der Konkurrenzkampf jetzt endlich? „Ich denke schon“, meint Arnautovic: „Und ich hoffe, dass wir uns gegenseitig hochschaukeln.“

Claudio Pizarro, der mit zwölf Saisontoren weit über allen anderen steht, beobachtet das Gerangel neben ihm mit wachsender Zufriedenheit. „Ich habe schon immer gesagt, dass beide gute Stürmer sind. Dass sie jetzt jeweils getroffen haben, ist gut für ihr Selbstvertrauen.“ Wer ihm als dauerhafter Kompagnon lieber wäre? „Egal!“ · csa

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