Rosenberg schießt Werder zum Sieg

Einige Bremer "Fans" sorgten für unschöne Szenen, als sie sich eine wilde Prügelei mit Hoffenheimer Ordnern lieferten.

Sinsheim - Markus Rosenberg hat Werder Bremen zumindest vorübergehend auf Tabellenplatz zwei der Fußball-Bundesliga geschossen. Der Schwede besiegelte mit seinem dritten Saisontor in der 82. Minute den 2:1 (0:0)-Erfolg der Norddeutschen bei 1899 Hoffenheim, das am vierten Spieltag seine zweite Saisonniederlage und die erste im heimischen Stadion kassierte.

Bremen erhielt den Lohn für überwiegend beherzten Tempofußball beider Teams. Vor 28.750 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sorgte der brasilianische Mittelfeldregisseur Roberto Firmino zunächst für die Führung der Gastgeber (37.). Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr und einem kapitalen Fehler von 1899-Keeper Tom Starke erzielte Bremens Marco Arnautovic allerdings nur eine Minute später das 1:1.

Die von zahlreichen Verletzungen gebeutelten Kraichgauer brannten vor heimischer Kulisse zunächst ein Offensivfeuerwerk ab. Bereits nach 35 Sekunden setzte 1899-Angreifer Chinedu Obasi den starken Firmino glänzend in Szene, doch der Brasilianer schoss aus guter Position knapp über das Tor von Bremens Schlussmann Tim Wiese. In der dritten Minute spielte dann Firmino den Ball direkt in den Lauf von Außenverteidiger Edson Braafheid, doch Nationalkeeper Wiese klärte im letzten Moment zur Ecke.

Die Joker stechen erneut

Mit dem dritten Sieg im vierten Saisonspiel ist Werder Bremen auf den zweiten Rang der Fußball-Bundesliga vorgerückt. Bei der TSG 1899 Hoffenheim gewannen die Bremer nach Toren von Marko Arnautovic und Markus Rosenberg mit 2:1 - Verlierer des Spiels: Die Bremer "Fans" - Ein Teil von ihnen lieferte sich eine wilde Schlägerei mit den Ordnern. © nordphoto, dpa
Mit dem dritten Sieg im vierten Saisonspiel ist Werder Bremen auf den zweiten Rang der Fußball-Bundesliga vorgerückt. Bei der TSG 1899 Hoffenheim gewannen die Bremer nach Toren von Marko Arnautovic und Markus Rosenberg mit 2:1 - Verlierer des Spiels: Die Bremer "Fans" - Ein Teil von ihnen lieferte sich eine wilde Schlägerei mit den Ordnern. © nordphoto, dpa
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Die Gäste aus Bremen kamen nach zwölf Minuten erstmals vor das Tor der Gastgeber. Der neu ins Team gerückte Arnautovic setzte sich auf der linken Seite gut durch und flankte auf Claudio Pizarro, doch der Peruaner zielte knapp neben das Gehäuse von 1899-Torwart Tom Starke. Auf der anderen Seite tauchte Andreas Beck frei vor Wiese auf, doch sein Schuss aus zehn Metern war zu schwach (24.). Kurz vor der Pause fielen dann die beiden Treffer durch Firmino und Arnautovic. Für den Österreicher Arnautovic war es der zweite Saisontreffer.

Doch das schien die Bremer Anhänger offenbar nicht zu beruhigen. Denn im Gäste-Block kam es zu Beginn der Halbzeitpause zu Prügelszenen zwischen Fans der Norddeutschen und Hoffenheimer Ordnern. Zuvor hatten Bremer Anhänger Pyrotechnik abgebrannt und damit für Unruhe gesorgt. Erst nach einigen Minuten hatten die Sicherheitskräfte die Lage wieder im Griff.

Nach dem Seitenwechsel hatten dann die Hoffenheimer die erste große Chance zur neuerlichen Führung. Doch Werder-Torwart Wiese parierte einen strammen Schuss von Obasi erneut souverän (52.). Anschließend verflachte die Partie ein wenig, ohne dabei aber an Spannung zu verlieren. In der 72. Minute verfehlte Sejad Salihovic mit einem Schuss 18 Metern das Bremer Tor nur knapp.

Schema: 1899 Hoffenheim - Werder Bremen 1:2 (1:1)

Hoffenheim: Starke - Beck, Vorsah, Compper, Braafheid (79. Mlapa) - Rudy (86. Tagoe), Salihovic - Johnson, Firmino (80. Schipplock), Obasi - Babel.

Bremen: Wiese - Papastathopoulos, Mertesacker, Wolf, Schmitz - Bargfrede - Fritz (90.+1 Prödl), Hunt - Marin (74. Ekici) - Arnautovic (74. Rosenberg), Pizarro. 

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)

Tore: 1:0 Firmino (37.), 1:1 Arnautovic (38.), 1:2 Rosenberg (83. )

Zuschauer: 28.750

Beste Spieler: Firmino, Johnson - Arnautovic, Wiese

Gelbe Karten: Ekici

Torschüsse: 14:9

Ecken: 3:5

Ballbesitz: 52:48

Prozent Fouls: 13:14

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