Kampf um den Platz neben Pizarro / Auch auf anderen Positionen steigt der Druck

Rosenberg oder Arnautovic: Wer macht das Rennen?

Markus Rosenberg (rechts) runter, Marko Arnautovic rauf – so sah’s in dieser Bundesliga-Saison schon zwei Mal aus. Gut möglich aber, dass morgen in Hoffenheim der Österreicher statt des Schweden in der Bremer Startelf auftaucht. ·

Bremen - Bei Werder herrschen jetzt andere Sitten. In der letzten Saison stand oftmals noch jeder im Kader oder sogar auf dem Platz, der halbwegs gesund war. Doch die Personalnot ist Vergangenheit, es tobt der Konkurrenzkampf.

„Natürlich merkt jeder: Wenn die Leistung nicht stimmt, rutscht er in der Hierarchie schnell nach unten. Das ist aber doch das, was wir alle wollen“, betont der Bremer Sportchef Klaus Allofs.

„Sogar die Spieler haben gesagt, dass wir einen starken und breiten Kader haben müssen – den haben wir jetzt, den brauchen wir auch. Für den Trainer und mich ist das unverzichtbar, wenn wir erfolgreicher sein wollen als im Vorjahr“, meint Allofs.

Für Trainer Thomas Schaaf dürfte das Gerangel um die ersten elf Plätze gerne noch intensiver sein. „Wir konnten in der Vorbereitung nicht ganz so arbeiten, wie wir uns das vorgestellt hatten. Dadurch hatten die Spieler unterschiedliche Leistungsstände.“ Bis auf den über ein Jahr verletzten Innenverteidiger Naldo, den Schaaf behutsam an die Bundesliga heranführen will, haben inzwischen aber alle derzeit zur Verfügung stehenden Bremer einen ähnlichen Level erreicht.

Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Und deshalb entbrennen immer mehr Positionskämpfe. Einige Etablierte wie Keeper Tim Wiese, Abwehrchef Per Mertesacker, Torjäger Claudio Pizarro, Neu-Mittelfeldmann Clemens Fritz oder mittlerweile auch schon Neuzugang Sokratis Papastathopoulos als Rechtsverteidiger sitzen fest im Sattel. Es gibt allerdings auch sehr interessante Duelle. Vor allem das um den Platz neben Pizarro im Werder-Sturm: Markus Rosenberg oder Marko Arnautovic – das ist die Frage vor dem Auswärtsspiel morgen Nachmittag (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Rückkehrer Rosenberg durfte in allen drei Bundesligaspielen beginnen, erwischte mit einem Doppelpack beim 2:0 gegen Kaiserslautern einen Traumstart. Doch in Leverkusen (0:1) und zuletzt gegen Freiburg (5:3) war der Schwede bei weitem nicht mehr so auffällig, musste jeweils vorzeitig runter. Doch Rosenberg sieht’s „ganz locker. Ich denke, ich habe recht gut gespielt – und ich kann nicht jedes Mal ein Tor machen. Dann klappt es eben im nächsten Spiel wieder, ich bleibe entspannt.“

Dass Arnautovic gegen Freiburg – wie schon in Leverkusen – für ihn eingewechselt wurde und gleich das 3:2 erzielte, beunruhigt den 28-Jährigen ebenfalls nicht: „Es ist doch schön, wenn Leute reinkommen, die treffen. Das zeigt, dass wir einen guten Kader haben.“

Konkurrent Arnautovic mag nicht beurteilen, ob und wieviele Pluspunkte er zuletzt gesammelt hat. „Wichtig war, dass ich der Mannschaft geholfen habe und sie dadurch nach vorne gekommen ist“, sagte der Österreicher gestern ganz brav. Nur allzu gerne würde sich der 22-Jährige morgen aber möglichst lange und gut präsentieren, denn es geht um die Nachnominierung für die Länderspiele gegen Deutschland (2. September) und die Türkei (6. September). Am Sonntag wird Nationaltrainer Dietmar Constantini „zwei Spieler anrufen. Und ich hoffe, dass ich dabei bin“, sagt Arnautovic. Die besten Argumente für einen Stürmer sind Tore. Und „natürlich will ich in Hoffenheim wieder eins machen“, betont Arnautovic: „Mal sehen, ob ich eine Chance von Anfang an bekomme. Und sonst komme ich eben wieder rein und versuche es dann.“

Sehr gut möglich, dass Schaaf ihm morgen vertraut – gestern jedenfalls durfte Arnautovic (und nicht Rosenberg) in der vermeintlichen A-Elf ran. Genauso wie Innenverteidiger Andreas Wolf: Trotz schwacher Leistung gegen Freiburg hat der Neuzugang in einem weiteren spannenden Zweikampf etwas bessere Karten als Sebastian Prödl. · mr/ck

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