Aber zwei Tore reichen noch nicht

Rosenberg kämpft um „Aufenthaltserlaubnis“

Markus Rosenberg

Werder-Bremen - DONAUESCHINGEN. Markus Rosenberg war gestern Vormittag beim letzten Werder-Training in Donaueschingen richtig gut gelaunt. Der Doppelpack am Vorabend im Test gegen Freiburg (2:1) hatte dem Schweden sichtlich gut getan.

„Es war wichtig für die Mannschaft – und wichtig für mich. Letzte Saison habe ich nicht so viele Tore geschossen, deswegen tut mir das jetzt sehr gut.“ Auch, weil Werder-Trainer Thomas Schaaf ihn ordentlich lobte: „Bislang hatte Markus in seinen Einsätzen nicht so die Durchschlagskraft, das war gegen Freiburg anders. Er war viel energischer.“ Fand auch Manager Klaus Allofs: „Er hat sich vor allem beim ersten Tor gut durchgesetzt – und beim zweiten stand er da, wo ein Torjäger stehen muss. Er hat mir wirklich gut gefallen.“

Nach seinem zweiten Treffer, einem Abstauber, war der 27-jährige Schwede direkt zur Ersatzbank gerannt und hatte sich von Fitnesscoach Yann-Benjamin Kugel eine Schuhputz-Geste abgeholt: „Benni hat vorher gesagt, wenn ich zwei Tore mache, putzt er mir die Schuhe – das hat er dann auch gemacht.“

Solche Dienste wünscht sich Rosenberg auch in Zukunft, viel mehr aber noch eine „Aufenthaltserlaubnis“ in Bremen. „Ich würde gerne bleiben“, betonte er. Allofs sieht da – trotz des Freiburg-Auftritts – jedoch wenig Chancen: „Der Plan ist weiterhin, dass er uns bei einem entsprechenden Angebot verlässt.“ Zumindest ist die Tür aber einen Spalt weiter offen als noch vor wenigen Tagen. Da hatte Allofs prophezeit, Rosenberg würde Schwierigkeiten haben, in der neuen Saison überhaupt in den Kader zu kommen. Am Freitag punktete „Rosi“ – und der Bremer Manager meinte: „Es ist nicht auszuschließen, dass er bleibt“

Lieber wäre es Allofs aber, wenn sich ein neuer Club finden würde. Wohl auch deshalb rührte er erneut die Werbetrommel: „Markus hat gezeigt, dass er ein Stürmer ist, der ohne Probleme bei zwei Dritteln der Bundesliga-Clubs spielen könnte.“ Bei Werder offensichtlich nicht. Rosenberg weiß, dass die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung trotz Vertrags bis 2011 ziemlich schlecht stehen. Er würde auch wechseln, „aber nur in eine Top-Liga“. Das Problem: Bislang gibt’s allenfalls loses Interesse (angeblich von Monaco und Paris St. Germain), aber keine Offerten. Kommen noch welche, „dann sprechen Klaus Allofs und Martin (sein Berater Martin Dahlin, Anm. d. Red.) darüber – und ich werde mir das natürlich auch anhören.“

Momentan – auch heute (18.00 Uhr) im Testspiel in Delmenhorst gegen Racing Santander – hat er nur die Möglichkeit, zu versuchen, sich bei Werder weiter aufzudrängen: „Ich will Fußball spielen und muss jetzt gucken, ob es hier funktioniert.“

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