Co-Trainer wünscht sich noch mehr Überblick

Rolff wird zum Kamera-Fan

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Wolfgang Rolff hätte gerne Münchner Kamera-Verhältnisse in Bremen. 

Bremen - Ginge es nach Wolfgang Rolff, dann würden auf dem Trainingsgelände des SV Werder überall Kameras hängen. Denn der Co-Trainer ist ein echter Fan davon, die Einheiten aufzunehmen, auszuwerten und dann mit den Spielern zu besprechen.

Immerhin hat sein Club den Einstieg in diese in den USA sehr beliebte Trainingsanalyse gewagt und für rund 8 000 Euro einen so genannten Hi-Pod angeschafft. Klingt ziemlich modern, ist aber eigentlich nur ein mobiles Mega-Stativ mit einer ferngesteuerten Videokamera oben drauf.

„Das macht unsere Arbeit leichter“, behauptet Rolff. In Diskussionen mit den Spielern über vermeintliche Fehler bei Trainingsübungen könnte jetzt niemand mehr sagen: „Das sehe ich anders.“ Dann klappt Rolff seinen Laptop auf und zeigt dank des Hi-Pods, wie es wirklich war. Gerade im taktischen Bereich sei das extrem hilfreich.

Aber es erfordert auch jede Menge zusätzliche Arbeit. Denn Kameramann Tobias Süveges aus der Scouting-Abteilung produziert fast täglich – und das ist in den meist 90-minütigen Einheiten nicht gerade wenig. „Wir versuchen, das möglichst direkt nach dem Training zu sichten und dann auch zu sortieren“, berichtet Rolff. Bei Bedarf würden die gewünschten Szenen dann aus dem Archiv geholt und dem Spieler, den Mannschaftsteilen oder auch der gesamten Mannschaft gezeigt.

„Wir wollen da keinen überwachen und bloßstellen“, erklärt Rolff: „Wir wollen den Spielern helfen, besser zu werden.“ Dabei biete das bis zu elf Meter hohe Stativ eine für die Trainer besonders gute Perspektive. „Man sieht natürlich mehr als von unseren Positionen auf dem Platz“, gesteht Rolff. Bei Bundesliga-Spielen sei das längst Standard, in fast jedem Stadion gebe es fest installierte Kameras, die spezielle Bilder für die Clubs produzieren.

Das mobile Hi-Pod sei da doch ein bisschen umständlich – und immer nur für einen Teilbereich des Trainings einsetzbar. Deshalb wünscht sich Rolff Zustände wie beim FC Bayern. „Die drücken einmal auf einen Knopf und haben jeden Winkel ihres Trainingsgeländes im Blick“, schwärmt der Ex-Profi. Damit könne die „Überwachung“ auf alle Nachwuchsmannschaften ausgeweitet und noch gezielter gearbeitet werden. · kni

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