Aber der 18-Jährige dreht deshalb nicht durch

Röcker wittert seine Chance

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Gut gelaunt: Werder-Talent Cimo Röcker. ·

Bremen - Cimo Röcker strahlt, als hätte er gerade ein Tor geschossen. Die Nachricht, dass ihn Werder-Coach Thomas Schaaf nach dem Ausfall von Clemens Fritz öffentlich als Alternative auf den Außenpositionen der Viererkette ins Spiel gebracht hatte, fand der 18-Jährige natürlich prima.

„Es ist schön, so etwas zu hören“, gesteht der Linksverteidiger: „Ich bin schon lange im Verein, und es war immer mein Ziel, einmal im Kader der Bundesliga-Mannschaft zu stehen.“

Nun sind die Chancen gestiegen. Das liegt aber nicht nur an der Verletzung des Kapitäns, der sechs Wochen fehlen wird. Riesentalent Röcker ist endlich wieder fit. Vier Monate hatte er wegen eines Knochenödems im Knöchel pausieren müssen. Aufgetreten nach seinem ersten Pflichtspieleinsatz in der U 23. „Das war schon eine bittere Pause“, erinnert sich Röcker. Zumal es zuvor alles so rasant gegangen war. Im Frühjahr 2011 hatte er mit der U 17 den Vize-EM-Titel in Serbien geholt, im Sommer folgte Platz drei bei der U 17-WM in Mexiko. Wenige Wochen später durfte der damals 17-Jährige etwas Profi-Luft schnuppern, Chefcoach Thomas Schaaf ließ ihn im Test gegen den FC St. Pauli ran. Kurz darauf – also im November 2011 – unterschrieb er seinen ersten Profivertrag bei Werder.

Beim Training fließt Blut

Werder-Training am Freitag

„Ihm gehört die Zukunft“, sagt Schaaf. Auch das hört Röcker gerne – und er weiß natürlich, dass Linksverteidiger speziell bei Werder heiß begehrt sind. „Man merkt schon, dass auf dieser Position in der Vergangenheit viel gewechselt wurde. Da hofft man natürlich, irgendwann die Lösung des Problems zu sein“, sagt Röcker ganz keck, aber keineswegs abgehoben: „Ich bin erst 18, ich habe noch Zeit, und ich habe auch Geduld.“ Der junge Mann aus Schneverdingen, der vor vier Jahren zu Werder wechselte, ist clever genug, um nun nicht durchzudrehen. Er freut sich lieber mit einem breiten Grinsen auf die Möglichkeit, sich heute im Test gegen Kiew beweisen zu können: „Es wäre toll, wenn ich da spielen würde.“ · kni

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