Dutt: „Mein Herz liegt auf dem Trainingsplatz"

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Robin Dutt (links) ist neuer Trainer bei Werder Bremen

Bremen - Werder Bremens neuer Trainer Robin Dutt hat am Dienstag auf einer Pressekonferenz Verständnis für die Verärgerung beim Deutschen Fußball-Bund über seinen vorzeitigen Abgang als DFB-Sportdirektor gezeigt

 „Ich weiß auch, dass es sich eigentlich nicht schickt, schon nach neun Monaten wieder zu gehen“, sagte Dutt am Dienstag bei seiner Vorstellung in Bremen. „Ich habe den DFB in keine gute Lage gebracht. Auf dem Posten brauchst du Kontinuität“, meinte der 48-Jährige, dessen Vertrag beim Verband zum 31. Mai auf seinen ausdrücklichen Wunsch aufgelöst wird.

„Mein Herz liegt auf dem Trainingsplatz. Mir ist klargeworden, wo ich hingehöre“, rechtfertigte Dutt seinen Entschluss. „Ich glaube schon, dass der Job des Sportdirektors hoch attraktiv ist. Du solltest nur 18 Jahre vorher kein Trainer gewesen sein.“

Trainerstab, Arnautovic und Elia

Dutt nimmt Ex-Profi Damir Buric als seinen Assistenten mit an die Weser. Neuer Torwarttrainer wird Marco Langner. Den Posten des zweiten Assistenten lässt Dutt noch unbesetzt. „Es besteht die Möglichkeit, diese Stelle extern zu besetzen“, sagte Dutt am Dienstag bei seiner Vorstellung beim Fußball-Bundesligisten.

Noch ist keine Entscheidung gefallen, wie es mit den Problemprofis Eljero Elia und Marko Arnautovic weitergeht. Beide waren zum Ende der abgelaufenen Saison noch von Dutts Vorgänger Thomas Schaaf wegen Disziplinlosigkeit suspendiert worden. „Sie sind Mitglieder des Teams und haben noch Verträge. Wir werden uns unterhalten“, sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin. „Ich kenne beide nicht“, meinte Dutt angesprochen auf Elia und Arnautovic, die in der vergangenen Saison sportlich enttäuscht hatten.

Dutt deutete jedoch an, Wert auf Disziplin legen zu wollen: „Eins ist klar: Teamgeist wird ein elementarer Baustein für unseren Erfolg sein.“ Arnautovic hat noch einen bis 2014 gültigen Vertrag. Der Kontrakt von Elia läuft noch bis 2016.

Das DFB-Präsidium hatte sich in den vergangen Tagen verärgert gezeigt, dass es Dutt nach nur wenigen Monaten zurück in die Bundesliga zieht. Dutt war erst im vergangenen Sommer Nachfolger von Matthias Sammer geworden, der zu Bayern München gewechselt war.

Robin Dutt will mit seinem neuen Trainer-Engagement bei Werder Bremen seine misslungene Zeit bei Bayer Leverkusen vergessen machen. „Leverkusen war nicht meine beste Performance. Da habe ich gerade in der ersten Zeit zu viele Fehler gemacht“, räumte der 48 Jahre alte Fußballlehrer am Dienstag bei seiner Vorstellung als neuer Werder-Chefcoach ein. „Ich versuche, aus diesen Dingen zu lernen und eine bessere Performance zu zeigen“, versprach Dutt.

Dass sich der 48-Jährige aber auch an den sportlichen Erfolgen des 14 Jahre an der Weser amtierenden Urgesteins messen lassen muss, ist Dutt völlig klar. Eine schwierige Situation, die der Halb-Inder mit viel Sensibilität angehen will: „Ich werde dafür Fingerspitzengefühl brauchen. Meine Vorstellung dabei ist eine Mischung aus Professionalität und Menschlichkeit. Viele langjährige Mitarbeiter sind verständlicherweise jetzt erst einmal ein bisschen verunsichert.“

Die Bilder von der Pressekonferenz

Robin Dutt ist neuer Trainer bei Werder Bremen

Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, habe er auch mit Schaaf ein langes Telefonat geführt. Dutt: „Thomas hat mich zu meiner Entscheidung beglückwünscht. Er mag vertraglich von Werder Bremen getrennt sein, aber er wird immer ein Teil dieses Vereins bleiben.“

dpa/sid

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