4:1 - "Robbery" schießt Werder ab

München - Das einst kongeniale Duo „Robbery“ hat Bayern München zurück in die Erfolgsspur gebracht. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gewann nach Treffern von Franck Ribery (22./77.) und Arjen Robben (69./83., jeweils Foulelfmeter) trotz einer eher durchschnittlichen Leistung verdient 4:1 (1:0) gegen Werder Bremen.

Es war ein Spitzenspiel, nach dem der SV Werder nichts mehr mit der Spitze zu tun hat. Denn die Bremer ließen sich gestern vom FC Bayern München kräftig abwatschen und kassierten eine verdiente 1:4 (0:1)-Niederlage. „Wir sind keine Mannschaft, die um die Meisterschaft spielt, das hat man heute deutlich gesehen“, stellte Werder-Boss Klaus Allofs ganz nüchtern fest und haderte: „Wir waren nicht mutig genug. Die Bayern waren doch verunsichert, da wäre mehr drin gewesen.“

Werders Niederlage in Bildern

Werder verliert in München

Nach zwei Niederlagen in Folge hatten die Münchner nicht wie erwartet wütend begonnen, sondern äußerst kontrolliert. Genauso wie die Bremer. Und so plätscherte die Partie so dahin, bis Bayern im eigenen Stadion konterte – mit gütiger Mithilfe von Philipp Bargfrede. Der Bremer „Sechser“ leitete das 0:1 mit einem kläglich verlorenen Zweikampf gegen David Alaba ein. Der Österreicher bediente Franck Ribery, der dann – begünstigt durch Thomas Müllers feine Finte – die Bremer Rest-Abwehr mit Clemens Fritz und Aleksandar Ignjovski sowie Keeper Sebastian Mielitz düpierte und platziert abschloss (22.). Durch das Tor änderte sich allerdings nur der Spielstand, nicht das Spiel. Werder blieb harmlos, bis auf Claudio Pizarro, der Holger Badstuber den Ellbogen in die Brust rammte (41.). Eine klare Tätlichkeit, doch Schiedsrichter Florian Meyer hatte es nur als Foul ohne persönliche Strafe bewertet. Gut für Werder, denn damit ist eine nachträgliche Sperre mittels Video-Beweis ausgeschlossen.

Gleich nach Wiederbeginn gab’s von Werder auch mal was Positives: Der eingewechselte Markus Rosenberg ließ nach Pizarros Vorarbeit drei Münchner stehen, spielte Badstuber schwindelig und jagte die Kugel aus 20 Metern ins Netz (52.). „Nach dem 1:1 habe ich gedacht: Jawoll, jetzt geht’s los!“, erinnerte sich Mielitz, um dann enttäuscht anzufügen: „Aber dann sind wir wieder in alte Muster verfallen.“

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Allerdings auch, weil die Bayern nach der Einwechslung von Arjen Robben stärker wurden und die bis dahin stabile Werder-Abwehr mehr und mehr in Verlegenheit brachten – wie in der 69. Minute: Naldo ließ Gomez gewähren, Andreas Wolf berührte Müllers Schussbein – Elfmeter, obwohl der Münchner noch neben das Tor geschossen hatte. „Da kann man auch Vorteil geben, außerdem spiele ich den Ball“, schimpfte Wolf über die Schiri-Entscheidung. Dem hielt Müller entgegen: „Er haut mich zwar nicht um, behindert mich aber beim Schuss.“ Robben war’s egal, der Niederländer verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:1 und feierte den Treffer nach seiner Verletzungspause fast schon wie den Gewinn der Meisterschaft. Na ja, Tabellenführer sind die Bayern seit gestern ja auch wieder, weil Mönchengladbach und Dortmund im zweiten Gipfel 1:1 spielten.

Ein Unentschieden war für Werder in München nicht mehr drin. Nach einem schlimmen Ignjovski-Fehlpass machte Ribery alles klar (77.). Aaron Hunt war danach derart gefrustet, dass er Toni Kroos an der Mittellinie rücksichtslos mit gestreckten Beinen fällte und natürlich Rot dafür sah (81.). In Unterzahl gab’s dann noch die vierte Watschn der Bayern, erneut von Robben, erneut nach einem Strafstoß. Sokratis hatte Ribery einfach umgeschubst (83.).

Werder-Trainer Thomas Schaaf war bedient und ging mit seinem Team hart ins Gericht: „Wir haben nicht einmal 70 Prozent unserer Fähigkeiten abgerufen, wir hatten keine Überzeugung.“ Seine Profis will er erst am Dienstag wiedersehen – bis dahin gab Schaaf trainingsfrei.

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