Lukimyas Appell: „Wir müssen an uns glauben“

Riesenrespekt vor dem „krassen“ Rekordmeister

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Werders Innenverteidiger Assani Lukimya weiß genau, wie stark der FC Bayern momentan ist. Trotzdem appelliert er an sein Team, mutig zu sein.

Bremen - Champions League war am Dienstag TV-Pflichtprogramm – und was die Werder-Profis da vom kommenden Gegner FC Bayern sahen, hat sie mächtig beeindruckt.

„Es ist schon krass, wie dominant sie in der ersten Halbzeit waren“, sagte Bremens Innenverteidiger Assani Lukimya über den Auftritt der Münchner beim 3:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal. „Sie haben eben eine Super-Mannschaft und stehen in allen Wettbewerben zu Recht da, wo sie jetzt stehen. Dort ist jede Position top besetzt“, findet Linksverteidiger Lukas Schmitz. Und Torwart Sebastian Mielitz ergänzt: „Die sind schon klasse. Auch wenn man sieht, wer da noch so alles auf der Bank sitzt.“

Die intensivsten Eindrücke, wie stark der deutsche Rekordmeister derzeit drauf ist, hat Werder-Trainer Thomas Schaaf gesammelt. Er saß nicht vor dem Fernseher, sondern war im Londoner Emirates-Stadium live dabei. Sein Urteil: „Die Bayern haben enorm viel Selbstvertrauen – und dann klappt eben auch sehr, sehr viel. Arsenal hatte in der zweiten Halbzeit die Chance zum 2:2, aber Bayern macht einfach weiter und schießt das 3:1. Das ist bemerkenswert.“

Wenn man die Bremer so reden hört, scheint es, als würden sie selbst nicht daran glauben, bei den schier übermächtigen Bayern am Samstag (15.30 Uhr) irgendetwas holen zu können. „Da muss schon sehr vieles zusammenpassen, um dort Erfolg zu haben“, gibt Lukimya zu. Doch gerade aus der krassen Außenseiterrolle zieht Werder wenigstens ein bisschen Hoffnung. „Auf uns würde wohl keiner setzen. Wir können in München befreit aufspielen und nur positiv überraschen. Wir haben dort doch nichts zu verlieren“, meint Schmitz.

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Einen frechen Sturmlauf wird es gegen die mit Abstand beste Abwehr der Liga (erst sieben Gegentore in 22 Spielen) aber mit Sicherheit nicht geben – eine Beton-Taktik allerdings auch nicht. „Wir werden weder vorne draufgehen noch uns nur hinten reinstellen“, kündigte Schaaf schon mal an. Mit einem Angsthasen-Auftritt war kürzlich der FC Schalke 04 in München grandios gescheitert. Die Königsblauen verschanzten sich in der eigenen Hälfte, taten nichts nach vorne, verloren aber trotzdem mit 0:4 – und mussten sich hinterher verspotten lassen, nur ein lockerer Trainingspartner gewesen zu sein. „Das können wir so nicht machen. Wir wollen nicht sagen: Wenn wir nur drei Stück kriegen, passt das schon“, betont Lukimya und fügt an: „Wir können nicht nur hinten stehen und warten, bis der Ball irgendwann drin ist. Wir müssen selbst aktiv sein und unsere Chance suchen. Wenn wir selbstbewusst sind, werden wir auch unsere Möglichkeiten bekommen. Wir müssen an uns glauben.“ · mr

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