Schmidt enttäuscht über fehlende Wertschätzung / Allofs: Forderungen überzogen

Es riecht nach Trennung

Liegt im Vertragspoker mit Werder meilenweit auseinander: Linksverteidiger Dominik Schmidt. Vieles deutet somit auf Abschied hin.

Werder-Bremen - Von Arne Flügge · Dominik Schmidt und Werder Bremen werden am Saisonende vermutlich getrennte Wege gehen. Zumindest riecht es stark nach Abschied, denn die Verhandlungen über eine Verlängerung des am 30. Juni auslaufenden Vertrages des Linksverteidigers sind so gut wie gescheitert.

„Die Gespräche liegen auf Eis. Beide Seiten haben sich zusammengesetzt, sind aber nicht auf einen Nenner gekommen“, sagte Schmidt gestern Mittag nach dem Training. Werder-Sportdirektor Klaus Allofs ging auf Nachfrage sogar noch weiter: „Wir haben unsere Vorstellungen ausgetauscht und liegen dabei meilenweit auseinander.“ Dabei gehe es nicht etwa um die Vertragslaufzeit. „Es geht natürlich um finanzielle Dinge“, sagte Allofs, der die Gehaltsforderungen von Schmidt und dessen Berater für völlig überzogen hält.

Das sieht Schmidt anders: „Ich bin kein Typ, der abzocken will, aber ich möchte schon so viel verdienen, dass ich mir etwas beiseite legen kann.“ Die Bundesliga habe gezeigt, dass viele Profis nach ihrer Fußballkarriere „plötzlich pleite sind, weil sie sich nichts weglegen konnten oder es nicht getan haben. Ich möchte mir etwas wegpacken können, um mir nach meiner Laufnahn ein zweites Standbein aufbauen zu können.“

Die Frage, ob seine Forderungen tatsächlich viel zu hoch sind oder ob Werder einfach zu knauserig ist, blieb gestern unbeantwortet. Über Zahlen wollten weder Allofs noch Schmidt sprechen. Allerdings machte der Abwehrspieler aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich bin seit fünf Jahren im Verein, habe immer mitgeholfen, dass die zweite Mannschaft nicht absteigt. Jetzt habe ich gute Leistungen bei den Profis gezeigt. Ich enpfinde daher schon, dass ich nicht genügend Wertschätzung erfahre. Und darüber bin ich schon ein bisschen enttäuscht.“

Ob Schmidt und Werder doch noch zusammenfinden werden, liegt daran, ob und wie beide Seiten bereit sind, noch aufeinander zuzugehen. Momentan aber stehen die Zeichen auf Trennung. „Werder war immer mein erster Ansprechpartner. Ich bin aber im Sommer ablösefrei und kann daher Kontakt mit anderen Clubs aufnehmen“, sagte Schmidt, der nach eigenem Bekunden mittlerweile „sechs Interessenten aus der Bundesliga“ hat.

Klaus Allofs ist aber eher etwas skeptisch, dass diese Vereine Schmidt auch das zahlen wollen, was er von Werder verlangt. Allofs: „Wenn ihm dieses Angebot bei einem anderen Club vorliegt, dann sollte er dort sofort unterschreiben. Das wäre ein Segen für ihn. Bei uns wird er das nicht verdienen können.“

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