Werder siegt 2:1 beim VfL Osnabrück

Die Resultate stimmen

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Natürlich Kevin De Bruyne (am Ball gegen Osnabrücks David Pisot): Der 21-jährige Belgier war gestern mit einem Tor und einer Torvorlage – wieder einmal – Bremens Bester. ·

Osnabrück - Viertes Testspiel, dritter Sieg: Mit einem 2:1 (0:0) beim VfL Osnabrück hat Werder Bremen gestern Abend eine dem Resultat nach erfolgreiche Generalprobe für den Rückrundenauftakt am Samstag gegen Borussia Dortmund gefeiert.

Allerdings zeigte die Partie gegen den Tabellenführer der dritten Liga auch, dass der Bundesligist die Krankheiten der Hinrunde noch nicht auskuriert hat. Vor und nach den Toren von Kevin De Bruyne (55.) und Marko Arnautovic (62.) ließen die Bremer wieder etliche Top-Chancen aus, wieder erwies sich das Team bei Kontern als anfällig.

Also alles wie gehabt nach zehn Tagen intensiver Fortbildung? Nein, widerspricht Werder-Coach Thomas Schaaf und zieht ein positives Fazit der Vorbereitung: „Wir machen zwar noch Fehler, aber nicht mehr so viele, dass wir die Spiele verlieren. Das ist ein Fortschritt.“

Die Ergebnisse gegen Trabzonspor (2:0), den VfL Wolfsburg (2:1), PEC Zwolle (2:2) und schließlich den VfL Osnabrück ergeben in der Summe tatsächlich ein positives Bild. Es war die beste Winter-Vorbereitung in den 13 Jahren der Schaaf-Ära. Eine Statistik, die zur Zufriedenheit verleitet. Schaaf bedeutet sie „insofern etwas, dass sie zeigt, dass wir gut gearbeitet haben“.

Was die geleistete Arbeit aber wirklich wert ist, wird sich erst am Samstag (18.30 Uhr) im Weserstadion zeigen. Dann ist nicht der Erste der dritten Liga, sondern der Dritte der ersten Liga der Gegner. Und so viel ist klar: Werder muss noch eine Schippe drauflegen. Vor 4 500 Zuschauern in der Osnatel-Arena – darunter auch Werders designierter Geschäftsführer Thomas Eichin – schickte Schaaf die Elf auf den Platz, die vermutlich auch gegen Dortmund von Beginn an spielen wird. Und die Bestbesetzung minus Marko Arnautovic (gegen den BVB gelbgesperrt) war ganz klar spielbestimmend. Doch diese Überlegenheit auch in Tore umzumünzen, war einmal mehr das große Problem. Zehn Großchancen standen am Ende auf den Zetteln der Spielbeobachter, aber nur zwei Tore. „Es hätte das eine oder andere mehr sein dürfen“, gab Thomas Schaaf zu. Und Nils Petersen, der erneut halb als Mittelstürmer, halb als Arnautovic-Vertreter auf der rechten Seite agierte, seufzte: „Es war das alte Leid.“

55 Minuten lang bot Werder brotlose Kunst. Kevin De Bruyne traf per Freistoß nur die Latte (28.), Nils Petersen war bei einem missglückten Kopfball nach Maßflanke von Lukas Schmitz dem Nasenbeinbruch näher als dem Torjubel und Eljero Elia, der Crash-Pilot des Vormittags, vergab in den letzten drei Minuten vor der Pause gleich drei hochkarätige Möglichkeiten. Weshalb festzustellen bleibt: Der Torlos-Stürmer der Bundesliga-Hinrunde hat seine Ladehemmung mit ins neue Jahr genommen. Schaaf übergießt den Niederländer deshalb aber nicht mit Kritik und sieht auch bei ihm mehr das Positive als das Negative: „Er hat die Chancen. Er sieht, dass er auf dem richtigen Weg ist. Dieses Gefühl ist wichtig.“

Nach seiner vierten vergebenen Großchance verließ Elia nach 67 Minuten den Platz – leicht humpelnd. Ein Ausfall gegen Dortmund ist nicht zu befürchten – aber ein Tor zu erhoffen? Elia verspricht im schon oft erprobten Brustton der Überzeugung: „Ich bleibe dran: Irgendwann mache ich die Tore.“

Testspiel gegen Osnabrück

Testspiel: VfL Osnabrück gegen SV Werder Bremen

So wie Werder gestern Abend. Nach Doppelpass mit Zlatko Junuzovic traf De Bruyne – einmal mehr Bremens Bester und Auffälligster – zum 1:0 (55.). Nur Sekunden später kassierten die Gäste aber den Ausgleich. Die Viererkette ließ sich von einem langen Pass überrumpeln, Andreas Glockner umspielte Werder-Keeper Sebastian Mielitz und schob zum 1:1 (56.) ein. „Abseitsverdächtig“, meinte Schaaf. Aber auch tiefschlafverdächtig. Der eingewechselte Arnautovic bügelte den Fehler aus und veredelte mit seinem erst dritten Ballkontakt eine perfekte De Bruyne-Vorlage zum 2:1 (62.).

Werder: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl (46. Lukimya), Sokratis (85. Pavlovic), Schmitz - Junuzovic (60. Arnautovic), Fritz (85. Füllkrug), Hunt (71. Ekici), De Bruyne (74. Ignjovski) - Petersen (60. Akpala), Elia (67. (Yildirim). · csa

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