Bayern-Coach Louis van Gaal lässt den Superstar heute auf der Bank

Respekt geht vor Ribery

Für Franck Ribery (Bild) rollt Bayern-Trainer Louis van Gaal keinen roten Teppich aus.

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · So sind die Unterschiede: Während Werder Bremen den Ausfall seines Superstars Claudio Pizarro beklagt, verzichtet Gegner FC Bayern heute freiwillig auf seinen prominentesten Kicker.

Franck Ribery wird – obwohl die Zehenverletzung vollständig auskuriert ist – im Weserstadion zunächst nur auf der Bank sitzen. „Ein Spieler kann nicht spielen, wenn er nicht trainiert“, begründete Trainer Louis van Gaal seine Entscheidung. Ribery hatte nach dreimonatiger Verletzungspause erst in dieser Woche das Teamtraining wieder aufgenommen.

Nun hopplahopp in die Startelf zu hüpfen, ist bei van Gaal nicht drin. „Das hat auch mit Respekt für die anderen Spieler zu tun“, sagte er. Soll heißen: Die, die zuletzt sieben Spiele in Folge gewannen, genießen auch gegen Werder das volle Vertrauen des Niederländers.

Mit ihnen plant van Gaal heute den Sturm auf Platz eins. Ein Sieg in Bremen und Ausrutscher der Konkurrenten Leverkusen sowie Schalke – dann hätte der Rekordmeister erstmals nach 617 Tagen wieder nach einem kompletten Spieltag den Liga-Thron erklommen. Am vergangenen Wochenende hatte es nur zu einem „One-Night-Stand“ auf Platz eins gereicht. Doch van Gaal ist auf den Geschmack gekommen. Seine Forderung: „Wir sind Tabellenführer für einen Tag gewesen und müssen das jetzt mal für längere Zeit sein.“

Ob er Franck Ribery bei seinem Vorhaben wenigstens für ein paar Minuten aufs Feld schicken wird, ließ der 58-jährige Trainer offen. Eine Einsatz-Garantie gab er dem Franzosen dennoch – für ein Testspiel am Dienstag gegen Drittligist FC Ingolstadt: „Das ist ein gutes Spiel für Franck. Da kann er 90 Minuten spielen.“

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