Rekordbesuch bei Mitgliederversammlung?

Höfer wird neuer Vizepräsident

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Hubertus Hess-Grunewald wird neuer Werder-Präsident.

Bremen - Das wird am 24. November ganz sicher keine normale Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen – und das liegt vor allem an einem Mann: Klaus-Dieter Fischer. Nach mehr als 40 Jahren in leitenden Funktionen des Clubs legt der 73-Jährige wie vor Monaten bereits angekündigt seine Ämter als Vereinspräsident und Geschäftsführer nieder. Allein wegen seines Abschieds wird am Tag nach dem Nordderby beim Hamburger SV mit einem Rekordbesuch in der Werder-Halle an der Hemelinger Straße gerechnet. Aber es gibt noch viele weitere brisante Themen: den Abstiegskampf mit der Entlassung von Trainer Robin Dutt, den Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats von Willi Lemke zu Marco Bode und das zu verkündende Minus von etwa acht Millionen Euro für die Saison 2013/14. Dazu dürfte es die eine oder andere kritische Nachfrage aus dem Plenum geben.

Im Mittelpunkt steht allerdings das geschäftsführende Präsidum des Rest-Vereins, das eigentlich noch für ein Jahr gewählt ist, aber in Person von Klaus-Dieter Fischer, Hubertus Hess-Grunewald (Vizepräsident) und Axel Plaat (Schatzmeister) komplett zurücktreten wird. Begründung: Das neue Trio soll nicht unterschiedlich lang gewählt sein, sondern gemeinsam für vier Jahre das Vertrauen der Mitglieder bekommen. Die haben dabei keine Auswahl, es wird neben Hess-Grunewald und Plaat nur einen neuen Kandidaten geben: Jens Höfer. Der 49-Jährige ist schon lange für Werder hauptberuflich tätig – inzwischen als Direktor Allgemeine Verwaltung, Vereinsangelegenheiten und Logistik.

und damit Nachfolger von Hess-Grunewald, der wie schon lange geplant zum Präsidenten aufsteigt. Hess-Grunewald übernimmt auch Fischers Geschäftsführer-Posten in der ausgegliederten Kapitalgesellschaft des Clubs für den Profisport und gibt dafür seine Rechtsanwaltskanzlei in Bremen auf.

Fischer wird erster

Ehrenpräsident

Der 54-Jährige ist damit künftig Kollege von Klaus Filbry sowie Thomas Eichin und für das Leistungszentrum, den Frauenfußball, andere Sportarten und das CSR-Management zuständig. Seinen Posten als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender muss Hess-Grunewald abgeben, schließlich kann er sich nicht selbst kontrollieren. Den Nachfolger bestimmt das elfköpfige Präsidium – und ist dabei völlig frei in seiner Wahl, der neue Mann im Kontrollgremium muss nicht aus den eigenen Reihen kommen.

Und was macht Klaus-Dieter Fischer? Der 73-Jährige will kein Amt mehr bekleiden – bekommt aber trotzdem eines, ein ganz besonderes sogar: Fischer wird erster Ehrenpräsident des SV Werder.

kni

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