Pizarros Breitseite gegen die Bayern

Ein Rekord und zwei Kampfansagen

Und die Hände zum Himmel: Claudio Pizarro bejubelt sein 134. Bundesliga-Tor.

Werder-Bremen - (kni) · Claudio Pizarro platzte fast vor Stolz. „In Peru werden sie jubeln, weil einer von ihnen in Deutschland Geschichte geschrieben hat“, behauptete der überglückliche Werder-Profi.

Seit seinem Treffer zum 4:1-Endstand in Mönchengladbach darf sich der 32-Jährige mit nunmehr 134 Toren für Werder und Bayern München bester ausländischer Bundesliga-Torschütze nennen. Einen Titel, den er sich seit dem 8. Mai mit Giovane Elber teilen durfte. Oder sollte es eher heißen „musste“?

„Wenn man so einem Rekord zu lange hinterherläuft, kommt man schon mal ans Überlegen“, meinte Werder-Boss Klaus Allofs und fügte grinsend an: „Jetzt kann er seinem Tatendrang wieder freien Lauf lassen und noch ganz viele Tore für uns machen.“

Werder gewinnt in Gladbach

Bremen gewinnt in Gladbach

Genau das hat Pizarro vor. Der Stürmer erkundigte sich umgehend, wer ihm seinen Spitzenplatz streitig machen könnte, und kündigte forsch an: „Ich will für einen großen Abstand sorgen.“ Gefahr ist übrigens nicht in Verzug, in der Top Ten befindet sich außer Pizarro kein aktiver Profi. Zudem ist der Peruaner nach diversen Verletzungen in dieser Saison endlich topfit, die Tormaschine kann also wieder regelmäßig produzieren. „Ich musste wegen der Verletzungen etwas Geduld mit dem Rekord haben, aber nun ist alles gut“, freute sich Pizarro. Und er ist richtig heiß – zunächst auf die Bayern, die morgen im DFB-Pokal (20.30 Uhr/ARD live) Werders Gastgeber sein werden: „Es ist ein Vorteil für uns, dass die Bayern nicht so gut drauf sind. Das müssen wir ausnutzen.“

Die Noten der Werder-Spieler

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Das reicht Pizarro aber noch nicht, auch in der Bundesliga hat er Großes vor – und so lautet seine zweite Kampfansage: „Wir sind wieder in der Spur. Leidenschaft, Kampf und Konzentration sind zurück. Ich denke, wir können wieder oben angreifen.“

Solche forschen Töne hört Thomas Schaaf zwar nicht so gerne, doch Pizarro wird er das verzeihen. Jedenfalls schwärmte der Coach nach dessen Rekord: „Er ist ein phantastischer Spieler, der über außergewöhnliche Qualitäten verfügt. Ich bin froh, dass er bei uns spielt.“

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