Ex-Bremer drückt die Daumen, damit Werder wie 1988 Meister wird

Reck gönnt Wiese den Rekord

Oliver Reck holte sich in der Saison 1987/88 nicht nur den Bremer „Gegentor-Rekord“, sondern auch die Meisterschaft.

Marl/Bremen (kni) · Oliver Reck weiß sofort Bescheid. „Natürlich kann ich mich an den Rekord erinnern, schließlich sind wir damals Deutscher Meister geworden – und das werde ich ganz sicher nie vergessen“, sprudelt es am Telefon aus dem Ex-Bremer nur so heraus.

In der Saison 1987/88 hatte der Keeper den Werder-Kasten 641 Bundesliga-Minuten in Folge sauber gehalten. Das war Vereinsrekord. Doch der wackelt. Die aktuelle Nummer eins, Tim Wiese, hat schon 619 gegentorlose Minuten gesammelt. Am Sonntag beim Gastspiel in Bochum könnte es also eine neue Bestmarke geben.

Für Reck ist das kein Problem: „Meine Zeit ist doch schon lange vorbei. Ich gönne Tim den Rekord, und ich drücke ihm sogar die Daumen. Denn je länger er kein Tor kassiert, umso wahrscheinlicher ist es, dass Werder ganz oben mitspielt.“ Und vielleicht sogar wie 1988 Meister wird? „Warum nicht?“, antwortet der 44-Jährige mit einer Gegenfrage und ergänzt noch: „Ein schlechtes Omen ist so ein Rekord sicher nicht.“

Aber auf Wieses angepeilten Weg zur WM sei die Minuten-Jagd eher zweitrangig. „Ich glaube nicht, dass sich Bundestrainer Joachim Löw von so etwas beeindrucken lässt. Er schaut mehr auf die Gesamtleistung“, sagt Reck, der bis zum Ende der vergangenen Saison noch Torwartrainer beim FC Schalke und damit von Manuel Neuer war. Neuer will auch zur WM, gleiches gilt für Rene Adler (Bayer Leverkusen) und Robert Enke (Hannover 96.). „Adler hat durch das Russland-Spiel sicher einen kleinen Vorsprung, aber die anderen sollten nicht zurückstecken. Das Rennen ist noch offen“, macht Reck den Verfolgern Mut. Zwischen Neuer und Wiese mag er sich nicht entscheiden: „Manuel ist ein ganz anderer Torwart als Tim. Vielleicht ist er fußballerisch etwas besser, aber das muss am Ende nicht ausschlaggebend sein.“

Für Reck selbst langte es nur zu einem Länderspiel. Aber immerhin gehörte er zum Kader, der 1996 in England Europameister wurde. Nach 471 Bundesliga-Spielen für Kickers Offenbach, Werder Bremen und Schalke 04 beendete der Torwart 2004 seine aktive Karriere und blieb als Torwarttrainer bei den „Knappen“. Aktuell befindet sich der 44-Jährige, der in Marl lebt, auf Jobsuche. „Es laufen ganz gute Gespräche“, sagt er. Mehr möchte Reck noch nicht verraten.

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