Werder-Geschäftsführer Filbry im Interview

„Real Madrid wird nicht antreten“

Klaus Filbry blickt optimistisch in die Werder-Zukunft.

Bremen - So geheimnisvoll war der SV Werder Bremen noch nie: Der Bundesligist hat nach zahlreichen namhaften Abgängen nicht nur arge Lücken in seinem Kader für die neue Spielzeit, sondern sucht weiterhin einen Hauptsponsor und hat auch sein neues Trikot noch nicht vorgestellt.

Im Interview gibt Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry, zuständig für Marketing, Management und Finanzen, Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Herr Filbry, wann stellt der SV Werder seinen neuen Hauptsponsor vor?

Klaus Filbry:Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Es gibt Gespräche mit verschiedenen Interessenten, einem eher regionalen und einem europäisch tätigem Unternehmen sowie zwei Unternehmen aus der Textilbranche.

Feiert der Textildiscounter „kik“ sein Comeback auf der Werder-Brust?

Filbry: Nein.

Turkish Airlines hat sein Sponsoreninteresse schon vor Wochen bestätigt – ist die Fluggesellschaft weiterhin ein heißer Kandidat?

Filbry:Wir führen Gespräche – auf allen Ebenen des Sponsorings. Beim Thema Hauptsponsor liegt das Vermarktungsmandat allerdings bei Infront, da sind wir nur begleitend tätig.

Und deshalb auch entspannt, weil Ihr Vermarkter Infront quasi als Hauptsponsor einspringen müsste, sollte kein anderes Unternehmen gefunden werden?

Filbry:Ich bin mir sicher, dass wir keine blanke Werder-Brust erleben werden. Infront wird einen passenden Partner finden, dafür ist die Marke Werder zu gut positioniert. Das merken wir im gesamten Sponsoring. Obwohl wir in dieser Spielzeit zwei Sponsoren durch Insolvenz und damit quasi 1,5 Millionen Euro verloren haben, sind unsere Gesamteinnahmen um einen siebenstelligen Betrag gestiegen. Und für die kommende Saison haben wir schon eine Steigerung von zwei bis drei Millionen Euro.

Gerüchteküche: Welche Spieler holt Werder Bremen?

Gerüchteküche: Welche Spieler holt Werder Bremen?

Warum wurde das neue Trikot bislang nicht vorgestellt, wartet Werder etwa noch auf den Hauptsponsor?

Filbry:Nein, die neuen Trikots werden Anfang Juli, also pünktlich zum Trainingsauftakt, präsentiert – mit oder ohne Werbung. Den Termin hat unser Ausrüster Nike aus marketingtechnischen Gründen vorgegeben.

Hat Nike auch das Trikot alleine ausgesucht?

Filbry:Im Prinzip schon, aber seit dem Trikot mit der Fieberkurve, das uns nicht so gut gefallen hat, haben wir versucht, unseren Einfluss zu verstärken.

Ist es Ihnen gelungen?

Filbry:Mir gefallen die beiden neuen Trikots sehr gut. Genauso wie das Orangefarbene, das uns noch eine Saison als Eventtrikot erhalten bleibt.

Verraten Sie uns, wie Werder künftig aussieht?

Filbry:Klassisch elegant – zu Hause mit der Hauptfarbe grün und weißen Hosen, auswärts haben wir eine andere Farbkonstellation, die die Fans mögen werden. Mehr möchte ich nicht verraten.

Anderes Thema: Findet in der Saisonvorbereitung das Ablösespiel für Mesut Özil gegen Real Madrid statt?

Filbry:Vertraglich ist das so geregelt, aber ich denke, Real Madrid wird nicht antreten und lieber die vereinbarte Vertragsstrafe zahlen. Real will in der Vorbereitung lieber in Asien oder den USA spielen. Wirtschaftlich gesehen ist das für uns sogar das bessere Szenario. Aber vielleicht vertagen wir die ganze Geschichte auch noch um ein Jahr. · kni

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Meistgelesene Artikel

Unbequem in Unterzahl

Unbequem in Unterzahl

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

Kommentare