Werder Bremen verliert 0:2 gegen RB Leipzig

Gut gespielt, nichts geholt

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Werder Bremen mit Theodor Gebre Selassie (r.) verlor mit 0:2 gegen RB Leipzig mit dem Torschützen Bernardo.

Leipzig - Chancen waren da, viele sogar und ziemlich gute - genutzt hat Werder Bremen sie am Samstagnachmittag aber nicht. Und so kam es, dass sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt beim Tabellenzweiten RB Leipzig trotz einer guten Leistung mit 0:2 (0:1) geschlagen geben musste.

Die Tore des Tages erzielten Naby Keita (34.) und Bernardo (86.). In der Tabelle sind die Bremer durch die siebte Niederlage im 13. Saisonspiel wieder auf den vorletzten Platz zurückgefallen. Kohfeldt hatte seine taktische Formation im Vergleich zu den Spielen in Frankfurt (1:2) und gegen Hannover (4:0) verändert - der 35-Jährige ließ im 3-5-2-System spielen. Lamine Sane stand aus diesem Grund erstmals unter dem neuen Chefcoach in der Startformation.

Er bekleidete die zentrale Position in der Dreierkette, die bei Leipziger Ballbesitz zur Fünferkette wurde, indem sich die Außenspieler Ludwig Augustinsson (links) und Theodor Gebre Selassie (rechts) weit zurückfallen ließen. In der Offensive musste Werder auf den verletzten Kapitän Zlatko Junuzovic (muskuläre Probleme) verzichten. Kohfeldt bot vor dem einzigen Sechser Philipp Bargfrede die Achter Maximilian Eggestein und Thomas Delaney auf. Im Sturm setzte er auf das bewährte Duo Fin Bartels/Max Kruse.

In der Anfangsphase schien der Werder-Plan aufzugehen

In der Anfangsphase schien der Bremer Plan aufzugehen: Werder hatte zwar wie erwartet deutlich weniger Ballbesitz als der Gegner, ließ Leipzig aber nur wenig Platz zum Kombinieren. Die Gäste setzten nach Ballverlusten sofort nach und eroberten die Kugel dadurch ein ums andere Mal schnell zurück. Auch deshalb hatte Werder die erste gute Chance des Spiels: Eggestein rutschte beim Abschluss im Strafraum allerdings weg, sodass sein Schuss neben das Tor ging (15.). Kurz danach war der Bremer Keeper Jiri Pavlenka das erste Mal gefordert.

Nach einem Doppelpass zwischen Leipzigs Diego Demme und Naby Keita kam Demme im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss - Pavlenka war im kurzen Eck zur Stelle (18.). Auch eine Hereingabe von Yussuf Poulsen entschärfte er (21.). Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl hatte vor dem Spiel erklärt, dass er gegen Werder einen offenen Schlagabtausch erwartet, und genau danach sah es in der Anfangsphase auch aus. In der 27. Minute sprintete Bartels auf das Leipziger Tor zu. Erst im letzten Moment wurde er noch von Dayot Upamecano geblockt.

RB Leipzig bejubelt in der ersten Halbzeit das 1:0 durch Naby Keita.

Werder spielte mutig, diszipliniert - half bei der Leipziger Führung dann jedoch fleißig mit. Zuerst leistete sich Bargfrede einen unnötigen Fehlpass im Mittelfeld. Das folgende Zuspiel von Emil Forsberg auf Keita hatte Delaney danach eigentlich schon unterbunden, ließ den Ball aber zu weit von seinem Fuß wegspringen, sodass Keita doch noch zum Abschluss kam. Beim flachen Linksschuss des 22-Jährigen ins lange Eck war Pavlenka ohne jede Abwehrchance (34.). Es war ein Gegentreffer, der Wirkung zeigte. Vor der Pause hatte Leipzig in Person von Marcel Halstenberg (39.) und Kevin Kampl (42.) zwei Möglichkeiten, auf 2:0 zu erhöhen. Halstenbergs Kopfball flog knapp am langen Pfosten vorbei, Kampl scheiterte aus der Distanz an Pavlenka.

Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs boten sich Werder gleich zwei dicke Chancen zum Ausgleich. Zunächst konnte Kruse einen schönen Pass von Delaney nicht richtig verarbeiten. Der Hattrick-Schütze aus der vergangenen Woche ließ den Ball bei der Annahme freistehend zu weit springen, sodass Torhüter Peter Gulacsi die Situation entschärfen konnte (49.). Bartels versuchte es nach einer Delaney-Flanke kurz darauf artistisch, bekam bei seinem Fallrückzieher aber nicht genug Druck hinter den Ball (58.). Es waren zwei Szenen, die deutlich machten, dass die Gäste weiter mutig ihre Chance suchten - und dass sie gegen den Champions-League-Teilnehmer durchaus mithalten konnten. Kohfeldt setzte in der 66. Minute weiter auf Offensive und brachte Florian Kainz für den erschöpften Bargfrede.

Bernardo trifft nach einem Eckball aus der Distanz

Kurz danach hatte der Österreicher seine erste auffällige Szene, als er Kruse bediente, dessen Abschluss allerdings zu harmlos geriet (72.). Die Chance von Bartels war danach sogar noch klarer: Nachdem Augustinsson ihn flach bedient hatte, fand der 30-Jährige mit einem wuchtigen, aber unplatzierten Abschluss seinen Meister in Gulacsi (75.). Auf der Gegenseite hätte Poulsen beinahe alles klar gemacht: Der Stürmer setzte den Ball nur knapp neben das Tor (78.). Für die Entscheidung sorgte schließlich der eingewechselte Bernardo: Nach einem Eckball traf er aus der Distanz zum 2:0 (87.).

Leipzig feierte wenig später seinen achten Saisonsieg und bleibt zu Hause weiter ungeschlagen. Bei Werder gab es nach dem Schlusspfiff enttäuschte Gesichter - verständlich. Schließlich war für die Bremer in diesem Spiel deutlich mehr drin gewesen.

Werder: Pavlenka - Veljkovic, Sane (79. Belfodil), Moisander - Gebre Selassie, Bargfrede (66. Kainz), Augustinsson, M. Eggestein, Delaney - Bartels, Kruse

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Quelle: DeichStube

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