Durststrecke seit 10. Dezember / „Solche Phasen gibt es eben“

Der ratlose Rosenberg

Der Blick sagt alles: Markus Rosenberg hat für Werder schon ziemlich lange nicht mehr getroffen.

Bremen - Diese „Drohung“ von Klaus Allofs galt sicher auch Markus Rosenberg. „Wir schauen uns die Entwicklung ganz genau an“, hatte Werders Sportchef nach der 0:1-Katastrophe in Berlin gesagt.

Bei einigen Profis, deren Verträge am Saisonende auslaufen, wollen sich die Bremer mit einer Entscheidung bewusst „Zeit lassen“, meinte Allofs und schickte an die Wackelkandidaten noch hinterher: „Jeder kann zeigen, dass er hier unentbehrlich ist.“

Rosenberg, der schon mehrfach betont hat, gerne bleiben zu wollen, gelingt genau dies derzeit überhaupt nicht. Sein letztes von bislang fünf Saisontoren in der Bundesliga hat der 29-jährige Stürmer am 10. Dezember 2011 geschossen – das 3:0 beim 4:1-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg. Das ist fast drei Monate her. Seitdem kamen auf der Scorerliste nur noch zwei Vorlagen (gegen Hoffenheim und in Hamburg) hinzu, dafür in acht Startelf-Einsätzen auch jede Menge durchschnittliche bis schwache Leistungen. Rosenberg, der trotzdem immer wieder von Beginn an ran durfte, zeigt sich immerhin selbstkritisch: „Es läuft im Moment nicht so gut. Aber solche Phasen gibt es eben immer mal wieder.“

Sie tun Werder aber besonders weh. Weil neben Rosenberg auch die anderen Bremer nicht treffen, bleibt die ganze Last an Torjäger Claudio Pizarro hängen. Doch dieser Rucksack ist derzeit zu schwer für den Peruaner – auch er schwächelt. „Wir haben im Moment alle Schwierigkeiten, die Tore zu machen. Und das ist das Problem“, sagt Rosenberg. Die Chancen seien gegen Nürnberg und in Berlin (jeweils 0:1) da gewesen. Bei der Frage, wie er selbst die Kurve kriegen will, wirkt Rosenberg ziemlich ratlos. Es klingt wie eine Durchhalteparole, wenn er sagt: „Ich weiß doch, dass es funktioniert hat. Ich habe immer meine Tore gemacht. Und ich hoffe, dass die Mannschaft und auch ich so schnell wie möglich wieder in einen Lauf kommen.“

Falls nicht, hat er im Vertragspoker schlechte Karten. Rosenberg weiß, dass er richtig gute Argumente für eine Verlängerung liefern muss. Und deshalb will er sich voll auf die Aktualität konzentrieren statt zu sehr über die Zukunft und mögliche Alternativen zu grübeln: „Ich denke nicht über andere Vereine nach, sondern nur über Werder.“ · mr

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