Raphael Wolf ist hinten dran und ärgert sich

Verlierer im Duell, das es nicht gab

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Raphael Wolf steht vor Tor 1 – aber als Nummer eins wird er vorerst nicht mehr im Werder-Tor stehen.

Bremen - Der ursprüngliche Zeitplan ist über den Haufen geworfen. Und doch ist laut Raphael Wolf alles in bester Ordnung. „Es läuft gut, ich komme gut voran“, sagt der Torhüter, der eigentlich im Trainingslager in Zillertal den Kampf um die Nummer eins bei Werder Bremen aufnehmen wollte.

Doch daraus wurde nichts. Seit fünf Tagen ist das Team zurück aus Österreich, doch Wolf kämpft immer noch mit seiner Hüfte statt um den Stammplatz zwischen den Pfosten.

Den hat Neuzugang Felix Wiedwald ziemlich sicher. das sieht offenbar auch Wolf so: „Ich war ja die ganze Zeit nicht dabei…“ Pluspunkte konnte er folglich nicht sammeln.

Das Problem bei ihm ist nach wie vor die vor sechs Wochen operierte Hüfte. Wolf war ein freies Gelenkkörperchen entfernt worden, seither meidet er noch das uneingeschränkte Training. Der erste und bislang einzige Versuch der Vollbelastung endete vor zwei Wochen mit der Rückkehr zum Reha-Programm. „Ich hatte noch Schmerzen. So hatte es keinen Sinn gemacht.“

Im Nachhinein ärgert sich Wolf, dass das freie Gelenkkörperchen nicht schon früher entdeckt und entfernt worden war. Seit dem Frühjahr hatte er Probleme, seit Anfang Mai pausiert der 27-Jährige. Erst nach Saisonschluss erhielt er bei einem Spezialisten in Hamburg die Diagnose. Es folgte die OP. „Man hätte es auch schon früher machen können, dann wäre ich jetzt nicht so hinten dran“, meint Wolf.

Sechs Wochen liegt der Eingriff nun zurück. Die Wundheilung, sagt der Keeper, sei komplett abgeschlossen. „Zeitnah“ soll nun tatsächlich der Wiedereinstieg ins volle Trainingsprogramm erfolgen, „in absehbarer Zeit“ wird er auch wieder spielen, so Wolf. Es sind schwammige Angaben, konkret sagt der Schlussmann nur, dass er zum Pflichtspielstart am 8. August einsatzfähig sein wird: „Das hoffe ich jedenfalls.“

Wenn‘s nicht klappt, hat Werder ein Problem. In Felix Wiedwald würde nur ein Torwart mit Bundesliga-Erfahrung zur Verfügung stehen. Und wehe, ihm würde dann etwas passieren. Raif Husic (19) und Eric Oelschlägel (19) heißen die möglichen Nachrücker. csa

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