Sieben Polizisten verletzt

Werder-Bremen - Vor dem großen Werder-Feiertag ist es gestern in Bremen zu Fan-Ausschreitungen gekommen. Anhänger von Hertha BSC bewarfen auf dem Weg zum Stadion Einsatzkräfte der Polizei mit Steinen. Drei Polizisten waren danach „nicht mehr dienstfähig“, hieß es. 40 Randalierer wurden festgenommen.

Im Rahmen des Fußballeinsatzes der Polizei der Partie Werder Bremen gegen Hertha BSC wurden sieben Polizisten verletzt. 38 Strafanzeigen wurden im direkten Zusammenhang mit dem Einsatz erstellt. Im Umfeld dieses Einsatzes wurde eine erheblich alkoholisierte Autofahrerin aus dem Verkehr gezogen. Eine Straftat, die noch mit dem Nordderby in Verbindung steht, konnte am Samstag ebenfalls aufgeklärt werden.

Noch vor dem Spiel kam es am Osterdeich zu unschönen Szenen, in deren Verlauf sieben eingesetzte Polizisten verletzt wurden, drei von ihnen sogar schwer. Circa 80 Anhänger der Berliner Fans stürmten in der Nähe des Stadions mit Steinen und Flaschen bewaffnet den Deich des Osterdeich hoch. Dort richteten sich ihre Aggressionen offensichtlich gegen Werder-Fans, die sich auf dem Weg zum Stadion befanden. Um zu verhindern, dass die Bremer Fans angegriffen werden, stellte sich eine Einheit der Polizei den Berlinanhängern in den Weg. Nun entluden sich die Aggressionen gegen die Polizisten. Sieben Beamte wurden durch Stein- und Flaschenwürfe verletzt. Drei von ihnen so schwer, dass sie derzeit nicht dienstfähig sind. Einer erlitt einen Bruch des Handgelenks, ein zweiter schwere Prellungen der Hand und der Dritte eine starke Unterarmprellung. Als die hier festgestellten Tatverdächtigen festgenommen und ins Polizeipräsidium gebracht wurden, kam es zu einer vorübergehenden Sitzblockade der Einsatzfahrzeuge. Diese konnte jedoch friedlich aufgelöst werden. Alleine 35 Strafanzeigen wurden in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs geschrieben. Eine weitere wegen gefährlicher Körperverletzung und drei wegen Beleidigungen gegen die Polizisten.

Während der Verkehrsmaßnahmen vor dem Spiel fiel eine erheblich alkoholisierte Dame am Steuer ihres Fahrzeugs auf. Ein Polizist, der den Verkehr im Bereich Breitenweg/Herdentor regelte, gab der 53-Jährigen mehrfach Handzeichen zum Weiterfahren. Die Frau war aber offenbar nicht in der Lage, diese Zeichen für sich zu deuten. Als sie angesprochen wurde, stellte der Beamte fest, dass sie erheblich dem Alkohol zugesprochen hatte. Ein späterer Atemalkoholtest bestätigte einen Wert von über 2,5 Promille. Sie musste sich einer Blutentnahme unterziehen und ihren Führerschein abgeben.

Nach dem Fußballspiel konnte sich ein Bremer Fan nicht lange über den Werder-Sieg freuen. Er wurde beim Verlassen der Ostkurve als Tatverdächtiger des Zündens von Pyrotechnik beim Spiel Werder gegen den HSV in diesem Jahr erkannt. Trotz einer kurzen Flucht konnte er festgenommen werden. Der 19 Jahre alte Bremer bestreitet zwar die Tat, doch er wurde eindeutig von Zeugen des Sicherheitsdienstes auf Bildern identifiziert. Er hat sich jetzt nicht nur in dem Strafverfahren zu verantworten, sondern muss sich nun auch mit möglichen Regressforderungen von Werder Bremen auseinandersetzen.

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