Raif Husic stellt sich erst mal hinten an

„Riesen-Vorbild“ Manuel Neuer

Raif Husic
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Raif Husic

Bremen - Raif Husic bekommt bei Werder die Rückennummer 40 – da ist es ein ziemlich weiter Weg bis zur „1“, die künftig Raphael Wolf und nicht mehr Sebastian Mielitz (zum SC Freiburg) tragen wird. „Der ,Rapha‘ ist erst mal gesetzt, klar. Und ich bin jung, könnte eigentlich noch in der A-Jugend spielen“, sagt der 18-jährige Husic.

Werder hat das Talent als Perspektiv-Keeper für drei Jahre und 100000 Euro vom FC Bayern verpflichtet. Entsprechend zurückhaltend gab sich Husic, der in Deutschland geboren ist und bosnische Wurzeln hat, bei seinem ersten Medienauftritt in Bremen. Er ließ allerdings durchblicken, dass er langfristig große Ziele hat: „Ich will in den nächsten Jahren Bundesliga-Torwart werden.“

Seinen gesunden Ehrgeiz hat er sich in den zwei Jahren in München angeeignet, wo er teilweise mit dem Starensemble von Trainer Pep Guardiola trainieren durfte. „Diese Mentalität, immer gewinnen und gute Leistungen abliefern zu müssen, habe ich bei Bayern gelernt und bringe ich mit“, meint Husic, der in der vergangenen Saison gegen Braunschweig sogar ein Mal im bayrischen Profikader stand. Sein „Riesen-Vorbild“ ist – wen überrascht es? – Manuel Neuer. Von der Nummer eins in München und der Nationalmannschaft hat er sich „viele Sachen abgeschaut. Der ,Manu‘ ist momentan der beste Torwart der Welt“, schwärmt Husic. So gut würde der Neu-Bremer auch gerne mal werden: „Es ist irgendwo im Hinterkopf, ihn irgendwann zu beerben.“ Mehr als Träumereien sind das derzeit freilich nicht.

Die Bayern haben bei dem Deal zwar ein Rückkaufsrecht vereinbart, das in zwei Jahren in Anspruch genommen werden kann – erst mal soll sich der dritte Neuzugang neben Alejandro Galvez und Fin Bartels aber bei Werder beweisen. 1,90-Meter-Mann Husic wird bei den Profis trainieren und zunächst in der U23 (Regionalliga Nord) spielen.

Sich selbst beschreibt der Nachwuchskeeper als Mann mit zwei Gesichtern. „Außerhalb des Platzes bin ich eher ein ruhiger Typ. Auf dem Platz gebe ich aber richtig Gas und werde auch mal laut. Das muss man als Torwart.“

Eine kleine Kostprobe gab es bereits gestern im Training. Er schimpfte nicht etwa – aber als Husic Flanken fing oder Torschüsse parierte, war das Gebrüll im ganzen Weserstadion zu hören.
mr

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