Mainz-Spiel für Werder enorm wichtig

Punkten oder abstürzen

Bremen - Es ist, als hätte es den vergangenen Samstag nicht gegeben. Das 0:5 bei Bayern München, die eigene bemitleidenswerte Leistung? Einfach gelöscht. „Es spielt in unseren Köpfen keine Rolle mehr“, behauptet Torhüter Felix Wiedwald. „Wir haben es verarbeitet“, meint auch Verteidiger Papy Djilobodji. Die Bremer Profis wollen den mentalen Ballast, vom Meister wieder einmal vorgeführt worden zu sein, nicht mitnehmen in die Partie heute gegen Mainz 05. Denn die ist für den SV Werder ungemein wichtig.

Bei einer Niederlage droht die Rückkehr auf den Relegationsplatz, schlimmstenfalls sogar der Sturz auf Rang 17. Und weil nach der Länderspielpause an Ostern das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund ansteht, ist allen klar, dass gegen Mainz gepunktet werden muss. Sonst wird es ganz brenzlig. „Wir wissen um die Bedeutung“, sagt Trainer Viktor Skripnik und erklärt den Tabellensechsten mal eben zum Gegner auf Augenhöhe: Mainz ist gefährlich. Aber Mainz ist auch schlagbar“, sagt er. Klar erkennbare Absicht: Er will seinen Spielern die Angst nehmen. Angst, die Werder in München einmal mehr gelähmt hatte.

Gegen Mainz müssen die Bremer auf jenes Level zurückkehren, das zu den Siegen in Leverkusen und dem Ende des Heimkomplexes gegen Hannover geführt hatte. „Wir müssen aber noch mutiger, mit einer noch besseren Körpersprache auftreten“, fordert Skripnik und schwingt sich im Psychothriller Abstiegskampf zum Therapeuten mit Patentrezept auf. „Erfolg ist gesund“, sagt der Ukrainer, der es bisher aber nicht geschafft hat, seine malade Mannschaft wirklich zu heilen. Schaut man auf seine persönliche Bilanz gegen Mainz, könnte man in den Rheinhessen aber eine Art Blitzkur für Bremen sehen. Zwei Siege und ein Unentschieden hat er bislang gegen die Rheinhessen eingefahren. „Gegen den Gegner läuft's“, meint Skripnik. - csa

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