Werder startet mit 0:0 in Kaiserlautern in die Rückrunde

Punkt gewonnen, Prödl verloren

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Kaiserslauterns Olcay Sahan (u) und Bremens Lukas Schmitz (o) versuchen an den Ball zu kommen.

Aus Kaiserslautern berichtet Carsten Sander -  Das Gute vorweg: Werder Bremen hat zum Start in die Bundesliga-Rückrunde seine Negativserie in fremden Stadien gestoppt. Beim 1. FC Kaiserslautern startete das Team von Trainer Thomas Schaaf gestern Abend mit einem 0:0 in dei zweite Saisonhälfte.

Das Schlechte daran: Werder zeigte einmal mehr eine schwache Leistung und verlor zudem Sebastian Prödl mit einer Gesichtsverletzung. Die während der Vorbereitung installierte Innenverteidigung mit Sokratis ist damit bereits wieder gesprengt, und Werder sollte es sich noch einmal überlegen, ob Andreas Wolf tatsächlich an den AS Monaco abgegeben wird.

Prödl, der schwer blutend vom Platz getragen werden musste, droht jedenfalls eine längere Zwangspause. Da zudem Linksverteidiger Lukas Schmitz am Samstag gegen Bayer Leverkusen wegen der fünften Gelben Karte fehlt, muss die Viererkette zur Hälfte neu besetzt werden. Immerhin bot sich gestern schon mal Mikael Silvestre an. Der wegen eines Knorpelschadens lange außer Gefecht gesetzte Franzose ersetzte Prödl und bestritt damit sein erstes Spiel seit dem 7. Mai 2011.

Die Bilder zum Spiel

Werder Bremen spielt 0:0 in Kaiserslautern

Schon die ersten 45 Minuten der Rückrunde zeigten, dass Werder die Auswärtskrankheit während der Winterpause nicht auskuriert hat. Entschlossenes Auftreten in des Gegners Stadion? Ballsicherheit und klare Aktionen? Weitgehend Fehlanzeige. Schon nach exakt 59 Sekunden geriet das Werder-Tor erstmals in Gefahr, als Keeper Tim Wiese sich bei einer Flanke verschätzte, Dorge Kouemaha den Kopfball aber über die Latte setzte.

Die Noten der Werder-Spieler

Die Noten: Kaiserslautern - Werder Bremen

Das war der erste Warnschuss – und es folgten noch mehrere. Was sich allein zwischen der 41. und 45. Minute im Bremer Strafraum abspielte, war haarsträubend. Schaafs Elf ließ Top-Chancen in Serie zu. Erinnerungen an die 0:5-Klatsche auf Schalke zum Abschluss der Hinrunde kamen auf. Gravierender Unterschied: Lautern, das mit 13 Toren offensivschwächste Team der Liga, wusste mit den Möglichkeiten nichts anzufangen. Weder Jakub Swierczok, FCK-Zugang aus der zweiten polnischen Liga, noch Kouemaha bekamen den Ball an Wiese vorbei. Und bei Christian Tifferts Freistoß-Flanke zeigte der Werder-Keeper einen Klassereflex, lenkte den Ball noch an den Pfosten.

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Doch all diese Szenen schafften es auf der Aufreger-Skala nur bis zur „8“. Denn das, was sich in der 23. Minute im Lauterer 16er zugetragen hatte, war nicht zu toppen. Zunächst traf Markus Rosenberg nach Flanke von Mehmet Ekici per Kopf den Pfosten, im anschließenden Tumult zerschmetterte Kouemaha per Fallrückzieher die Nase des nachsetzenden Sebastian Prödl. Obwohl der Österreicher schwer blutend liegen blieb und dann vom Platz getragen werden musste, verweigerte Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen den Bremern den fälligen Strafstoß. Fassungslosigkeit bei den Gästen war die Folge. Ex-Weltschiedsrichter Markus Merk schloss sich im Sky-Studio an: „Das war ein hundertprozentiger Elfmeter! Da wird sich Hartmann ärgern, wenn er das später im Fernsehen sieht …“

Möglicherweise erkannte der Referee aber schon auf dem Platz, dass er falsch gelegen hatte. Denn als Lukas Schmitz im Strafraum eine Flanke mit dem rechten Ellenbogen abwehrte, blieb die Pfeife des Diplom-Betriebswirtes erneut still (30.). Das roch nach Konzessionsentscheidung.

So blieben beiden Teams und den 40 381 Zuschauern – darunter 2 000 Werder-Fans – zwei Elfmeter verwehrt. Und damit Tore, die gestern offenbar nicht fallen sollten. Auch nicht, als Aleksandar Ignjovski frei vor Lautern-Keeper Kevin Trapp auftauchte (45.1), und auch nicht bei Pierre de Wits Schlenzer an die Querlatte (59.).

Je länger das Spiel lief, umso schwerer wurde es, einer der beiden Mannschaft einen Vorteil zuzuschreiben. Zerfahren agierten beide, die Nervosität im ersten Spiel des Jahres bekam weder der eine noch der andere in den Griff. Das Gute daran: Die Quote an mal mehr, mal weniger zufällig entstandenen Torszenen blieb hoch. Für Werder vergaben Philipp Bargfrede (65.), Rosenberg (69.) und Pizarro (79.) die besten Möglichkeiten. Swierczok verfehlte in der Nachspielzeit nur um Zentimeter das Bremer Tor.

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