„Wir dürfen nicht darauf warten, dass sie etwas machen“

Prödls Plan gegen Borussias Ballermänner

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Sebastian Prödl will die Dortmunder Angreifer gar nicht an den Ball kommen lassen.

Bremen - Wenn die drittschlechteste Abwehr den zweitbesten Angriff empfängt, dann ist die Ausgangslage klar. „Dortmund ist natürlich Favorit“, gesteht Werder-Profi Sebastian Prödl vor dem Rückrundenauftakt am Samstag (18.30 Uhr, Weserstadion) gegen den BVB.

Werder-Pressekonferenz und Training am Donnerstag

Doch der Österreicher wäre ein ganz schlechter Innenverteidiger, wenn er schon jetzt aufgeben würde: „Wir sind nicht der krasse Außenseiter. Wir haben einen Plan – und mit dem wollen und werden wir punkten.“ Auf Prödl, der seine muskulären Probleme aus dem Osnabrück-Spiel nach einem Tag Pause überwunden hat, und seinen Nebenmann Sokratis wird es dabei ganz besonders ankommen. Das Abwehrzentrum muss perfekt funktionieren, um Borussias Ballermänner zu stoppen. Und davon gibt es einige. Am gefährlichsten ist ohne Frage Robert Lewandowski. Zehn Mal hat der Pole in dieser Bundesliga-Saison schon getroffen, vier weitere Tore vorbereitet. Marco Reus und Mario Götze folgen in der vereinsinternen Rangliste mit sechs Saisontoren und sechs beziehungsweise vier Assists. Auch Jakub Blaszczykowski hat mit fünf Toren und fünf Vorlagen eine tolle Quote. Diese Angriffspower dürfte von der Bremer Wackel-Abwehr nur schwer zu stoppen sein. „So sehen das die Medien – wir aber nicht!“, stellt Prödl klar: „Sicher, wir haben viele Gegentore. Aber diese Zahl allein ist uns egal, wenn es am Samstag losgeht. Wir sind stark genug, um erfolgreich zu spielen.“

Dabei wird die Taktik eine große Rolle spielen. Durch die Gelbsperre von Marko Arnautovic könnte Werder defensiver werden, falls Trainer Thomas Schaaf auf Clemens Fritz als Ersatz setzt und seine bis dahin einzige Sturmspitze Nils Petersen auf die Außenbahn zurückzieht. Das spanische Modell von der EM 2012. „Vielleicht wird es so sein, vielleicht auch nicht“, sagt Prödl und grinst: „Wir müssen nicht alles bis ins letzte Detail den Medien erzählen. Sonst wissen die Dortmunder ja Bescheid. Wir werden versuchen, Dortmund zu überraschen. Und ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird.“

Dass er sich dabei als Abwehrspieler über eine defensivere Ausrichtung freuen würde, sei nur bedingt richtig. „Wenn vorne die Effektivität stimmt, spielt das keine Rolle. Es wäre einfach schön, mal nicht einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, sondern in Führung zu gehen“, sagt Prödl und hat eine klare Vorstellung, wie es gegen die Dortmunder laufen muss: „Wenn wir darauf warten, bis sie etwas machen, dann werden sie etwas machen, diese Qualität haben sie einfach. Wir müssen auf unsere Stärke vertrauen.“ Vor allem im Weserstadion. „Jeder Gegner, der zu uns kommt, muss wissen, dass wir unser Spiel durchziehen wollen“, betont der österreichische Nationalspieler.

Prödl wieder im Training

Nach der guten Vorbereitung sei es nun ganz wichtig, „in der Bundesliga gleich eine Duftmarke zu setzen“. Da kommt ein Meister, Pokalsieger und Gruppensieger in der Champions League gerade recht. „Das ist schon eine klasse Mannschaft“, weiß Prödl: „Wir müssen hinten höllisch aufpassen. Aber wir dürfen uns auch nicht zu viele Gedanken darüber machen, wer da so alles für Dortmund spielt.“ · kni

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