Werders Österreicher stellt den morgigen Gegner in der Europa League vor / Vorsicht vor Junuzovic

Prödl: So stark ist Austria Wien

Das größte Abwehrtalent im österreichischen Fußball – nach Sebastian Prödl freilich: Aleksandar Dragovic.

Bremen - Von Arne Flügge · Ein wenig traurig ist Sebastian Prödl schon. Gern wäre Werder Bremens Abwehrspieler heute mit in seine Heimat nach Österreich gereist, um im dritten Gruppenspiel der Europa League gegen seine Landsleute von Austria Wien anzutreten.

Der Torwart

Der 35-jährige Szabolcs Safar, der 2004 von Spartak Moskau kam, gehört zu den erfahrensten Spielern der Austria. Sein Einsatz gegen Werder steht noch auf der Kippe, da sich der Keeper am Samstag im Topspiel gegen Salzburg eine Kapselverletzung in der Schulter zugezogen hat. Als Ersatz steht Robert Almer bereit. „Ich habe mehrfach gegen Safar gespielt. Er ist ein sehr guter Torwart auf der Linie und spielt gut mit“, sagt Prödl.

Sein Urteil:  ! ! ! !

Die Abwehr

Die rechte Abwehrseite beackert Joachim Standfest. Der 29-Jährige gehört zum Kreis der österreichischen Nationalmannschaft, wurde zuletzt aber nicht nominiert. „Ein guter Typ“, weiß Prödl, „er kommt wie ich aus der Steiermark. Da gibt’s ja nur nette Kerle. Joachim kann ein unglaubliches Laufpensum runterspulen, schlägt gute Flanken. Im Kopfballspiel und in den Zweikämpfen hat er aber manchmal Probleme.“

Prödls Urteil:! ! !

In der Innenverteidigung spielt der junge Aleksandar Dragovic. Mit seinen erst 18 Jahren gilt er als eines der größten Abwehrtalente im österreichischen Fußball. „Das zweitgrößte nach mir“, flachst Prödl, „er hat ein sehr gutes Stellungsspiel und ist sehr zweikampfstark. Was ihm fehlt, ist Routine.“

Prödls Urteil:! ! ! !

Austrias Abwehrchef: der polnische Nationalspieler Jacek Bak (hinten).

Neben Dragovic verteidigt Jacek Bak. Der polnische Nationalspieler verfügt mit seinen 36 Jahren über viel Routine. „Er ist der Abwehrchef, allerdings nicht mehr der Schnellste“, erklärt Prödl.

Sein Urteil: ! ! !

Links in der Viererkette spielt vermutlich Manuel Ortlechner. Der 29-jährige Nationalspieler „hat einen guten Körpereinsatz und ist offensiv im Kopfballspiel gefährlich“, beschreibt Prödl den Linksfuß.

Sein Urteil:! ! ! !

Alternativ könnte aber auch Markus Suttner hinten links spielen. „Ein sehr guter Bekannter, deswegen verrate ich keine Schwächen“, grinst Prödl. Beide haben 2007 zusammen die U 20-WM in Kanada gespielt. „Ein guter Linksfuß, der weite Wege geht“, ergänzt Prödl.

Sein Urteil:! ! !

Das Mittelfeld

Beim 4-2-3-1-System der Austria bieten sich im Mittelfeld viele Alternativen. Julian Baumgartlinger ist einer der beiden Abräumer vor der Abwehr. Der 21-Jährige österreichische Nationalspieler ist vor der Saison von 1860 München gekommen. „Er absolviert ein hohes Laufpensum, bleibt aber vorwiegend in der Defensive“, sagt Prödl.

Sein Urteil:! ! ! !

Der Tscheche Petr Vorisek übernimmt vermutlich den etwas offensiveren Part vor der Abwehr, obwohl der junge Emin Sulimani (23) zuletzt beim 1:0 im Topspiel gegen Salzburg den Vorzug erhalten hatte. Der 30-jährige Vorisek „ist ausgefuchst und gefährlich aus der Distanz“, erklärt Prödl: „Er hat aber Schwächen im Zweikampf und in der Rückwärtsbewegung.“

Prödls Urteil:! ! !

Spielmacher und Kapitän: Milenko Acimovic (rechts) ist laut Sebastian Prödl der „Kopf der Austria-Bande“.

Matthias Hattenberger, etatmäßiger rechter Mittelfeldspieler der Austria, war lange verletzt, feierte zuletzt gegen Salzburg in der Schlussphase ein zweiminütiges Comeback. Ob es gegen Werder reicht, bleibt abzuwarten. Daher streiten sich Thomas Krammer (26) und Florian Klein (22) um die Position. Klein erhielt gegen Salzburg den Vorzug, ist wie Krammer „ein typischer Außenspieler, sehr laufstark und mit guten Flanken“, wie Prödl weiß, „beide sind aber auch im Defensivspiel anfällig.“

Prödls Urteil:! ! ! 

Zu den besten Spielern der Austria gehört Zlatko Junuzovic. Der österreichische Nationalspieler ist gerade erst 22 Jahre alt geworden. Und besitzt ein Riesenpotenzial. „Zlatko ist ein sehr guter Freund von mir, wir haben uns bei der U 20-WM das Zimmer geteilt“, berichtet Prödl, „er ist einer der zentralen Spieler bei der Austria. Er fordert die Bälle, verteilt sie und ist enorm torgefährlich“, sagt Prödl. Den Beweis erbrachte Junuzovic zuletzt gegen Salzburg. Er erzielte das Tor des Tages.

Prödls Urteil:! ! ! ! !

Hinter den Spitzen ist Milenko Acimovic zu Hause. Der 32-jährige Slowene ist Kapitän, Spielmacher und Führungspersönlichkeit. Kurz: „Er ist der Kopf der Austria-Bande“, sagt Sebastian Prödl: „Er spielt einen sehr guten Pass und ist bei Standards gefährlich.“ Schnelligkeit und Ausdauer seien aufgrund des Alters aber nicht mehr ganz so ausgeprägt. „Dennoch ist er über 90 Minuten brandgefährlich“, warnt Prödl.

Sein Urteil:! ! ! ! 

Der Angriff

Im Sturm drückt den Wienern der Schuh, denn Rubin Okotie, österreichisches Ausnahmetalent und bereits auf den Zetteln zahlreicher Clubs, ist verletzt. Der 22-Jährige laboriert an den Folgen einer Knieoperation und wird der Austria noch länger fehlen. „Schade“, sagt Prödl, „er ist schon jetzt ein super Stürmer. Wenn er fit wäre, würde ich ihm fünf Punkte geben.“

So aber muss sich Austrias Trainer Karl Daxbacher zwischen dem Tschechen Tomas Jun und Mamadou Diabang entscheiden. Der Senegalese, im vergangenen Jahr vom FC Augsburg gekommen, hatte am Wochenende gegen Salzburg den Vorzug erhalten. Während Jun als reiner Strafraumspieler gilt, ist Diabang variabler und als einzige Spitze somit von der Veranlagung her besser einzusetzen.

Prödls Urteil:! ! ! !

Beraterin: Trump veröffentlicht seine Steuerunterlagen nicht

Beraterin: Trump veröffentlicht seine Steuerunterlagen nicht

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Meistgelesene Artikel

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Unbequem in Unterzahl

Unbequem in Unterzahl

Nouri wusste angeblich nichts von Gnabrys Unwohlsein

Nouri wusste angeblich nichts von Gnabrys Unwohlsein

Kommentare