Prödl mit Nasenbein- und Oberkieferbruch sowie Gehirnerschütterung

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Bremens Sebastian Prödl wird nach einem Tritt von Kaiserslauterns Stürmer Dorge Kouemaha von Sanitätern mit einer Bahre vom Platz geschoben.

Kaiserslautern - Ein Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl erhitzt die Bremer Gemüter. Der Werder-Profi erleidet schwere Gesichtsverletzungen und wird für längere Zeit ausfallen. Im Zentrum der Kritik steht Schiedsrichter Robert Hartmann.

Auf seiner Homepage schrieb Sebastian Prödl heute Morgen noch: "Die Ärzte haben festgestellt, dass ich mir Nasenbein und Kiefer gebrochen habe, das Jochbein ist auch betroffen, dazu kommt noch eine Gehirnerschütterung. Es geht mir - ehrlich gesagt - dreckig."

Klaus Allofs wirkte nach der Nullnummer beim 1. FC Kaiserslautern äußerlich gefasst, doch im Innern des Geschäftsführers von Werder Bremen brodelte es mächtig. Der nicht geahndete Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl, der einen Nasenbein- und Oberkieferbruch sowie eine Gehirnerschütterung erlitt und für längere Zeit ausfallen wird, empörte Allofs noch lange nach dem Abpfiff und rückte das sportliche Geschehen in den Hintergrund.

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Werder Bremen spielt 0:0 in Kaiserslautern

„Ich bin traurig darüber, dass sich Basti so schwer verletzt hat. Traurig bin ich aber auch darüber, dass eine solche Aktion nicht geahndet wird. Es ist für mich unverständlich, dass weder der Schiedsrichter noch sein Assistent das als elfmeterwürdig ansieht. Es geschehen schon seltsame Dinge“, kritisierte Allofs Referee Robert Hartmann und dessen Gespann. Schon zur Pause hatte Allofs dem Unparteiischen seinen Unmut kundgetan. „Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen. Er hat mir gesagt, er hätte es nicht gesehen. Aber dafür hat man dann einen Assistenten. Die zeigen sonst ja auch alle möglichen Dinge an. Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren“, sagte Allofs mit Ironie in der Stimme. Die Szene in der 23. Minute war der größte Aufreger in einer Partie, in der die 40 381 Zuschauer trotz einer Vielzahl von Chancen auf beiden Seiten keine Tore zu sehen bekamen. Zunächst traf Markus Rosenberg mit einem Kopfball nur den Pfosten. Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Prödl dann von Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen und musste mit einer blutenden Wunde vom Platz getragen werden. Die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm.

Die Noten der Werder-Spieler

Die Noten: Kaiserslautern - Werder Bremen

„Es ist mir unverständlich, wie man so etwas nicht sehen kann“, wetterte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Auch die Bremer Profis waren angefressen. „Dem Schiedsrichter hat vielleicht die Unterstützung von der Linie gefehlt. Der Assistent muss das gesehen haben“, erklärte Kapitän Clemens Fritz. Und Torwart Tim Wiese meinte: „Der Fuß war so hoch, das habe ich sogar gesehen.“ Prödls Ausfall zwingt Werder dazu, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. „Ich denke schon, dass wir uns jetzt Gedanken machen müssen“, sagte Allofs. Denn in Andreas Wolf steht ein anderer Innenverteidiger vor dem Absprung zum AS Monaco. „Am Montag werden wir etwas dazu sagen“, kündigte der Geschäftsführer an. dpa / csa

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