De Bruyne führt Belgien zum Sieg

Prödl erlebt Historisches

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Guter Auftritt für Belgien: Kevin De Bruyne (l.). ·

Bremen - Der Länderspiel-Termin so kurz vor dem Saisonstart passte Trainer Thomas Schaaf überhaupt nicht. Immerhin waren gestern alle elf Werder-Profis ohne Blessuren zurück in Bremen – und die meisten haben in ihren Nationalteams sogar zusätzliches Selbstvertrauen getankt. Es gab fünf Siege, zwei Remis und keine Niederlage.

Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic feierten in Wien einen historischen Erfolg. 24 Jahre war der letzte Sieg über die Türkei her, nun gewann Österreich vor 23 000 Zuschauern mit 2:0. Beide Bremer standen in der Startelf, Prödl spielte durch, Junuzovic wurde von Nationaltrainer Marcel Koller nach 71 Minuten ausgewechselt. Österreich scheint damit gewappnet zu sein für die WM-Qualifikation, in der es am 11. September gegen Deutschland geht. „Es war keine große, aber eine gute Nummer. Das gibt uns Selbstvertrauen für die Quali“, meint Prödl.

Aufhorchen lassen hat Kevin De Bruyne mit seinen Belgiern. Durch das 4:2 in Brüssel gegen die Niederlande verdarben die Hausherrem dem neuen Holland-Coach Louis van Gaal gehörig den Einstand. Und De Bruyne durfte sich als Gewinner dieser Partie fühlen. Der 21-Jährige kam in der zweiten Halbzeit beim Stand von 1:2 rein, hatte einige schöne Aktionen und leitete in seinem dritten Länderspiel sehenswert den Treffer zum 4:2-Endstand ein.

Viele Tore fielen auch in Oslo. Beim 3:2 der Griechen gegen Norwegen war Werders Innenverteidiger Sokratis 90 Minuten auf dem Platz. Zwei Nullnummern erlebten dagegen der Tscheche Theodor Gebre Selassie (78 Minuten in der Ukraine) und der Serbe Aleksandar Ignjovski (90 Minuten gegen Irland).

Für Francois Affolter hat sich der Trip zum Schweizer Nationalteam – mal wieder – nicht gelohnt. Der Innenverteidiger, der bei Olympia in London nur ein Mal ran durfte, saß beim 4:2 in Kroatien die ganze Zeit auf der Ersatzbank.

Vier Bremer Talente schnupperten derweil Nationalmanschafts-Luft bei der deutschen U 20. Florian Hartherz, Niclas Füllkrug, Tom Trybull und Johannes Wurtz waren beim viertägigen DFB-Lehrgang in Hennef dabei. „Für uns ist es ein neues Team, das muss jetzt erst mal zusammenwachsen“, sagte Hartherz. Dennoch reichte es zu einem 4:2 gegen die luxemburgische U 21. Alle Bremer kamen jeweils eine Halbzeit zum Einsatz. · mr/kni

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