Prödl „als Linksverteidiger ungeschlagen“, aber zurückhaltend zur eigenen Zukunft

Flachs und Verschlossenheit

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Sebastian Prödl (r.) in Paderborn – auf der für ihn nicht ganz so beliebten linken Abwehrseite. Ob er auch nach dieser Saison noch für Werder verteidigt, lässt er offen.

Bremen - Sebastian Prödl sieht sich schon im „Wuseum“, der Ruhmeshalle des Weserstadions: „Vier Punkte aus zwei Spielen – als Linksverteidiger bin ich jetzt ungeschlagen! Damit gehe ich in die Werder-Geschichte ein“, flachste der gelernte Innenverteidiger. Wohlwissend, dass seine Leistung beim 2:2 in Paderborn eher mäßig war.

Egal. An der Bremer Historie hat Prödl schon ausgiebig mitgeschrieben. In der Champions League, der Europa League, in insgesamt 173 Pflichtspielen. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Der Vertrag des Österreichers läuft nur noch bis Sommer, der Nationalspieler könnte ablösefrei gehen – nach sieben Jahren und dann womöglich 150 Bundesliga-Partien (bisher: 146). Doch zu seiner sportlichen Zukunft gebe es nichts Neues, sagte der 27-Jährige gestern. Die Entscheidung könne „morgen, in zwei Wochen, aber auch im Juni oder Juli fallen“, da habe er sich „keine Deadline“ gesetzt. Erst wenn alles zusammen passe – „meine Gedanken, mein Bauchgefühl, die Absprache mit der Familie und meinem Berater“, will sich Prödl äußern.

So lange zählt nur das Hier und Jetzt: „Es gibt noch was zu holen“, erinnert der Abwehrmann mit Blick auf die Tabelle: „Wir befinden uns nicht im luftleeren Raum.“

Nächste Aufgabe im Kampf um Europa: das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstag. Prödl ist gespannt, was Viktor Skripnik dann für ihn parat hat: Jedenfalls hatte er „nicht damit gerechnet“, dass seinem Debüt auf der linken Abwehrseite im Nordderby nun in Paderborn ein weiterer Einsatz ganz außen in der Viererkette folgen könnte: „Ich kann nicht sagen: Juhu, das ist meine Lieblingsposition. Auch der Trainer weiß, wo ich besser bin und dass ich mich innen um einiges wohler fühle.“ Im Abwehrzentrum, hatte Skripnik ihn auch unter der Woche trainieren lassen. Doch im Vorfeld der Paderborn-Partie sagte er zu seinem Abwehrspieler, „dass er links Probleme sieht, und ich habe mich in den Dienst der Mannschaft gestellt“. Die Wahl sei auf Prödl gefallen, weil er die meiste Routine habe und er nicht auf dessen Kopfballstärke verzichten wollte, erläuterte Skripnik. Tatsächlich lieferte der 1,94-Meter-Hüne per Kopf die Vorlage zu Davie Selkes 1:2-Anschlusstreffer. Sein Fazit fällt dementsprechend geteilt aus: „Ich habe keine gute Leistung abgeliefert, aber mit dem Assist meinen Teil zum Unentschieden beigetragen.“

ck

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