Prödels erste Einheit nach Kopfverletzung

Etwas mehr als drei Wochen ist seine furchtbare verletzung her, doch Prödl steht in Bremen schon wieder auf dem Platz.

Bremen - Die Bilder waren schrecklich, die Verletzungen fürchterlich: Beim Fallrückzieher des Lauterers Dorge Kouemaha hatte sich Werder-Profi Sebastian Prödl Nasenbein- und Oberkieferbrüche zugezogen. Etwas mehr als drei Wochen ist das erst her, doch Prödl steht in Bremen schon wieder auf dem Platz.

Eigentlich unglaublich, und Teamkollegen, Fans und Journalisten staunten gestern nicht schlecht, als der Österreicher seine erste Laufeinheit im Freien absolvierte. Im Fitnessraum ist er sogar schon seit einigen Tagen aktiv.

„Das hat gut getan“, sagte Prödl und strahlte über das ganze Gesicht. Das weist kaum noch Spuren von seinem Unfall in Kaiserslautern auf. Nur das rechte Auge ist noch ein wenig blutunterlaufen. „Das geht aber auch bald weg“, versicherte Prödl, der zwei Tage nach dem Unglück in Bremen operiert worden war: „Manchmal habe ich noch ein Taubheitsgefühl im Gesicht, aber auch das wird besser.“

Prödl läuft wieder

Prödl läuft wieder

Mit Fitnesscoach Benjamin Kugel und dem gerade von einer Grippe genesenen Mikael Silvestre drehte Prödl gestern nicht nur ein paar Runden, sondern absolvierte auch schon Koordinationsübungen und Intervallläufe. „Ich darf mich langsam herantasten“, sagte der 24-Jährige, stellte aber auch klar: „Ich werde in jedem Fall die Frist von sechs Wochen einhalten.“ Zweieinhalb Wochen muss er sich also mindestens noch gedulden, ehe er wieder am Mannschaftstraining teilnehmen darf. Zu groß ist die Gefahr, dass die noch nicht zusammengewachsenen Knochen wieder brechen. Und eine Maske kommt nicht in Frage, „weil in dem Bereich kein Knochen hart genug ist, um Halt zu geben.“ Ohnehin ist das ein sensibles Thema. „Ich denke fast jede Sekunde im Training daran, ob alles so wird wie früher. Das muss ich noch aus den Kopf kriegen“, erklärt der Innenverteidiger, gibt sich aber zuversichtlich: „Ich bin positiv eingestellt, und so ein Training wie heute macht mich natürlich euphorisch.“

Und kämpferisch: Zwar will er sich das Nordderby am Samstag in Hamburg als Zuschauer und Maskottchen nicht entgehen lassen, „aber erst will ich trainieren. Hoffentlich schaffe ich es dann noch rechtzeitig nach Hamburg“, sagt Prödl. Auf keinen Fall will er sich dagegen noch einmal seinen Unfall auf dem Betzenberg anschauen: „Ich habe die Szene auch noch nicht im Fernsehen gesehen. Dabei bleibt es auch, denn ich glaube nicht, dass das meinen Heilungsprozess beschleunigen würde.“ n kni

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