Zehn Spieler hat Skripnik für Frankfurt schon im Kopf

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Viktor Skripnik in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Bremen – Dieses Spiel hat seine Besonderheiten. Das weiß auch Viktor Skripnik. In der Pressekonferenz am Freitagmittag vor der Fußball-Bundesliga-Partie des SV Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr) betonte er dies immer wieder: „Es ist kein normales Spiel“.

Ob er die gleiche Aufstellung mit den jungen Spielern bringen wird, ließ der Übungsleiter der Bremer noch nicht durchblicken. „In Frankfurt werden 50.000 Fans sein, die pfeifen“, so Skripnik. Dafür brauche man eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Eine Entscheidung, wer im Kader sein und wer gegen Frankfurt spielen wird, wollte der 45-Jährige erst nach den abschließenden beiden Trainingseinheiten treffen. „Das ist eine schwierige Entscheidung“, so Skripnik, bei der es viele Dinge zu bedenken und zu beachten gebe. „Bei einer Position muss noch eine Entscheidung fallen. Aber zehn Spieler weiß ich schon“, so der Werder-Coach. Es gehe auch darum, Spielern wie Levent Aycicek und Janek Sternberg Hoffnung zu geben. Man habe nun einen gesunden Konkurrenzkampf, eine Situation, die sich jeder Trainer wünsche.

Gegen Frankfurt stehen Clemens Fritz und Santiago Garcia nach ihren Gelb-Sperren wieder zur Verfügung. Dafür ist dieses Mal Alejandro Gálvez gesperrt. Skripnik gab zu bedenken, dass Werder dieses Mal nicht gegen Paderborn, sondern in Frankfurt spiele, wo 50.000 Menschen seien, die pfeifen. „Das muss ich bei der Aufstellung bedenken.“ Das hörte sich nach einem eher erfahreneren Team an.  

Frankfurt werde sicherlich nichts ändern, weil sie zuhause spielen. „Sie haben mit der gleichen Mannschaft gegen Gladbach und Dortmund gewonnen. Also wird er wahrscheinlich mit der gleichen Elf spielen. Warum sollte Schaaf etwas ändern?", fragt Skripnik.  

Zu der besonderen Konstellation, gegen den langjährigen Ex-Trainer Thomas Schaaf zu spielen, erklärte Skripnik, dass es natürlich der Trainer sei, der ihn vorangebracht habe. Auch seinen Trainerstab und viele seiner Spieler habe er beeinflusst. Schaaf habe Spieler wie Zlatko Junuzovic, Clemens Fritz oder Sebastian Prödl geholt. „Er kennt diese Spieler ganz genau. Ich kenne die Frankfurter nur aus dem Fernsehen“, so Skripnik. Und amüsiert stellte der Trainer fest: „Wir wissen, dass Schaaf weiß, was wir über ihn wissen.“

Rouven Schröder, Direktor Profi-Fußball und Scouting beim SV Werder Bremen, sagte über den kommenden Gegner: „Inui, Aigner, Meier und Seferovic – das habe schon Qualität.“ Wer jetzt aber prozentual gesehen die bessere Mannschaft sei, könne man vorher nicht sagen. Skripnik fügte hinzu: „Wenn vorher klar ist, das eine Mannschaft, die fünf Punkte mehr hat, die andere schlägt, dann kommt ja keiner mehr ins Stadion.“ Bayern München schlage auch derzeit jeden und trotzdem wolle jeder gegen sie spielen.

Übrigens: 3000 Werder-Fans werden in Frankfurt erwartet. pfa

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