Prävention – so bekämpft Werder die Schweinegrippe

„Prävention ist wichtig“, sagt Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Zlatko Dedic vom VfL Bochum hat sie seit gestern, der Hannoveraner Sofian Chahed schon länger, und die beiden Bayern-Profis Miroslav Klose und Franck Ribery wurden unter Quarantäne gestellt, weil sich enge Familienmitglieder infiziert haben: Die Schweinegrippe macht auch vor der Fußball-Bundesliga nicht Halt.

Mannschaften wie zum Beispiel Schalke 04 werden kollektiv zum Impfen geschickt. Wie verhält sich Werder im Kampf gegen die Schweinegrippe?

„Wir halten uns streng an die wissenschaftlich-medizinischen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts“, sagt Werder-Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski. Es bringe nichts, in Aktionismus zu verfallen. „Fußballer gehören nicht zur Risikogruppe, und bei Nicht-Risikopatienten verläuft die Erkrankung mild“, erklärt der Mediziner. Sollte aber ein Risikopatient im Umfeld eines Spielers leben und er möchte sich impfen lassen, „dann können wir natürlich sofort reagieren. Jeder Spieler hat von uns eine individuelle Beratung zu dem Thema erhalten, und einige habe sich auch bereits impfen lassen.“

Von einer kollektiven Impfung wie bei Schalke hält Dimanski nichts. „Eine Impfung ist ja auch nicht ganz risikolos. Außerdem fühlt man sich dann vielleicht in falscher Sicherheit“, warnt der 50-Jährige: „Es gibt eine Vielzahl an Infektionskrankheiten, gerade in dieser Jahreszeit, die von der Impfung gegen die Schweinegrippe nicht erfasst werden.“

Dass es bei Werder keine generelle Impfung gebe, bedeute aber nicht, „das wir die Prävention vernachlässigen“, versichert Dimanski. Und die umfasst bei Werder einen regelrechten Maßnahmenkatalog, der an der Kabinentür der Werder-Profis klebt. „Dort gehen sie jeden Tag vorbei“, sagt der Werder-Arzt. Die Präventivmaßnahmen im Einzelnen:

· Die Aufsicht: Die Ärzte überprüfen ständig die medizinischen Empfehlungen, auch im Internet. „Ändert sich etwas, reagieren wir sofort“, sagt Dimanski.

· Die Infektionsprophylaxe: „Wir verzichten aufs Hände geben, man soll sich mit der Hand nicht mehr durchs Gesicht wischen. Und wir empfehlen, die Hände noch häufiger zu waschen, gerade vor dem Essen“, erläutert Dimanski. Ferner sollen größere Ansammlungen, wo Infektionsgefahr besteht, vermieden werden, die Türen im Stadionbereich werden regelmäßig desinfiziert. „Und es gibt die klare Anweisung, beim ersten Symptom zu Hause zu bleiben, sich mit dem Doc in Verbindung zu setzen und nicht in die Kabine zu gehen“, erklärt der Werder-Arzt und ergänzt: „In der Prävention sind wir sehr gut aufgestellt.“

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