Der Neue wird spielen – aber wo?

Positionsrätsel um De Bruyne

Kevin De Bruyne sieht aus, als ob er kein Wässerchen trüben könnte. Von ihm wird aber erwartet, einigen Wirbel zu erzeugen. ·

Donaueschingen · Nach der Startelf-Premiere gab es die nächste Lobeshymne auf Kevin De Bruyne – angestimmt von Trainer Thomas Schaaf. „Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht.

Ich weiß gar nicht, wie viele Minuten er mit uns trainiert hat, aber der Junge hat sich sofort ins Spiel eingebracht. Das hat Spaß gemacht“, schwärmt der Werder-Coach über den 21-jährigen Belgier, der im Finale des „Liga-total-Cups“ in Hamburg gegen Meister Borussia Dortmund (5:4 im Elfmeterschießen, davor 3:3) erstmals in der Anfangsformation gestanden hatte.

Wenn man Schaaf – und auch Sportchef Klaus Allofs – so reden hört, besteht kein Zweifel, dass De Bruyne fest als Stammkraft für die neue Saison eingeplant ist. Hoch interessant bleiben aber die Fragen, wo Werder das vom FC Chelsea für ein Jahr ausgeliehene Juwel einsetzt – und wen De Bruyne verdrängt. „Seine Position ist noch nicht klar definiert, aber wir finden schon die richtige für ihn. Das Wichtigste ist, dass es auf dem Platz funktioniert. Und das Gefühl habe ich bei ihm“, sagt Schaaf.

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Werder Bremen trainiert in Donaueschingen

De Bruyne selbst sieht sich „am ehesten als Achter“. Bei seinem ehemaligen Club KRC Genk in der belgischen Heimat hat er aber nicht nur auf dieser Halbposition im Mittelfeld, sondern auch defensiver und offensiver gespielt. Und außen kann er es auch. „Er hat sehr viele Fähigkeiten, die einen kompletten Mittelfeldspieler ausmachen. Er hat offensive und defensive Qualitäten, kommt selbst zum Abschluss, spielt vernünftige Pässe, holt sich die Bälle aber auch hinten – das hat man gegen Dortmund gesehen. Er ist sehr engagiert und diszipliniert, passt perfekt in das System“, urteilt Schaaf.

Besonders um ihre Plätze zittern müssen nun die Österreicher Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic, die in den Tests meistens zur Startelf zählten. Im Spiel gegen die Bayern am Samstag kam De Bruyne für Rechtsaußen Arnautovic, beim Endspiel-Triumph gegen den BVB spielte er im Mittelfeld. De Bruyne – etwas defensiver ausgerichtet als Nebenmann Mehmet Ekici – begann richtig stark, leistete sich dann zwar die eine oder andere Unzulänglichkeit, hinterließ aber einen vielversprechenden Gesamteindruck.

Genauso wie bisher Junuzovic, der eine richtig starke Vorbereitung hinlegt. Dennoch droht er herauszufallen, denn Aaron Hunt – bisher ein Taktgeber mit Esprit – scheint gesetzt zu sein. „Wenn er so weitermacht, kann er eine Schlüsselrolle spielen“, meint Allofs, der es gut fand, dass Hunt gegen Dortmund zum selbst herausgeholten Strafstoß antrat – und (wie in den beiden Elfmeterschießen gegen Bayern und den BVB) sicher verwandelte: „Er sendet damit Signale, will Verantwortung übernehmen – aber diese Weiterentwicklung erwarte ich auch von ihm.“ · mr

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