Bargfrede und Wesley sind die ersten Kandidaten auf die „Doppelsechs“

„5“ plus „44“ gleich Frings-Ersatz?

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Philipp Bargfrede visiert einen Stammplatz an.

Bremen - Die Bewerbungsunterlagen liegen bereits auf dem Tisch – von Wesley und jetzt auch von Philipp Bargfrede. Die beiden Bremer Mittelfeldmänner wollen das „Erbe“ von Kapitän Torsten Frings antreten, der als „Sechser“ vor der Abwehr gesetzt war, beim SV Werder aber keinen neuen Vertrag erhält.

Seine potenziellen Nachfolger können sich aber durchaus auch vorstellen, Seite an Seite zu spielen – beispielweise in einem 4-2-3-1-System. Dann würden die „5“ (Wesley) und die „44“ (Bargfrede) eine „Doppelsechs“ bilden.

Beide sagen zwar ganz brav, dass sie dort spielen, wo der Trainer sie hinstellt und wo sie der Mannschaft helfen können. Aber beide verheimlichen auch nicht ihre Vorliebe. „Als zweiter Sechser zentral vor der Abwehr mit Freiheiten für die Offensive“ sieht sich der Brasilianer Wesley (23) am besten aufgehoben. Er könne aber auch allein vor der Abwehr auflaufen.

Und Bargfrede, häufig halbrechts eingesetzt, meint: „Ich spiele einen Tick lieber auf der Sechs als woanders, da fühle ich mich richtig wohl.“ Eine „Doppelsechs“ – wie in Kaiserslautern – sei aber auch in Ordnung: „Das hat ganz gut geklappt.“

Beim Saisonabschluss gegen Kaiserslautern auf dem Betzenberg (2:3) war Frings letztmals sein Nebenmann im defensiven Mittelfeld. Dass der Kapitän gehen muss, findet Bargfrede schade: „Für uns wäre es gut gewesen, wenn er noch weitergemacht hätte. Er ist eine Persönlichkeit, hat sehr viel Erfahrung und kann damit jedem weiterhelfen. Mir persönlich wird er fehlen.“ Der 22-Jährige hat sich beim 34-Jährigen „einiges abgeschaut. Was genau, kann ich aber gar nicht sagen.“

In der kommenden Saison wird Frings nicht mehr vorangehen, die Verantwortung stattdessen auf andere Schultern verteilt – auch auf die von Wesley und Bargfrede, wie Trainer Thomas Schaaf bereits angedeutet und gefordert hat: „Es ist immer leicht, sich hinter Leitwölfen zu verstecken. Wir werden prüfen: Wo hat dieser Kader noch Potenzial, wo können wir Spieler noch mehr in die Pflicht nehmen.“

Bargfrede ist bereit dazu, bei Werder in Zukunft eine wichtigere Rolle zu spielen. Der gebürtige Zevener, bislang noch ohne Bundesliga-Tor, will in seiner dritten Profisaison wieder deutlich mehr Akzente setzen als in seiner zweiten, die gerade abgelaufen ist und auf dem enttäuschenden 13. Platz endete: „Das Wichtigste ist, dass wir ganz andere Leistungen zeigen – das gilt natürlich auch für mich. Wo ich dann spiele, ist zweitrangig.“ · mr

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