Kommentar zur Werder-Krise

Bis es plötzlich zu spät ist . . .

Bremen - Bei fast jedem anderen Club wäre Thomas Schaaf schon längst kein Trainer mehr. Doch Werder ist anders. Da darf ein Coach mit einem Titelanwärter auch Richtung Abstiegszone taumeln.

Dieses Vertrauen hat sich Schaaf in den vergangenen Jahren erarbeitet – erst durch das Double, dann durch die regelmäßige Qualifikation für die Champions League.

Doch darf ein Club deshalb auch den Absturz in die Zweite Liga riskieren? Nein! Die Verantwortlichen müssen rechtzeitig handeln. Elf Spiele bis zum Saisonende sind zwar nicht wenig, aber auch kein Ruhekissen.

Plötzlich geht’s ganz schnell, die Konkurrenz zieht vorbei – und Werder redet wahrscheinlich immer noch davon, genügend Potenzial für den Klassenerhalt und wer weiß was alles noch zu haben. Die Klatsche in Hamburg muss die letzte Warnung gewesen sein. Schließlich handelt es sich um eine Wiederholungstat. Die Schaaf-Herde wird regelmäßig in die Schämecke gejagt, spielerisch geht nichts mehr.

Der Trainer scheint machtlos, alles trainieren, reden und Videos schauen war zwecklos. Doch Klaus Allofs behauptet weiterhin, es gäbe keinen besseren Coach für Werder als Schaaf. Das könnte auch ihm zum Verhängnis werden. Wenn Allofs nicht handelt, muss es der Aufsichtsrat tun – und das gleich doppelt.

Zumal der Sportchef mit seiner Transferpolitik und dabei speziell mit dem Winterschlussverkauf von Hugo Almeida für Kopfschütteln sorgte. Für das einstige Erfolgsduo Schaaf und Allofs wird’s eng, die Leverkusen-Partie am Sonntag könnte schon Schicksal spielen.

Björn Knips

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